2019: 2644 Euro. 2020: 253,50 Euro

Kaum Spenden für den Volksbund: Rolf Klepping ist „traurig und enttäuscht“

Corona sorgt für leere Spendendosen.
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Corona sorgt für leere Spendendosen.

Gronau – Traurig blickt Rolf Klepping, Vorsitzender des hiesigen Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, auf die vier DIN-A-4-Blätter, die vor ihm liegen. Auf den Listen sind alle Orte des Alfelder Kreisverbandes verzeichnet, und nur bei zwei Orten steht nicht die Zahl null. Was Klepping in der Hand hält, ist das Ergebnis der Spendensammlung. Corona hat die Bereitschaft, Geld zu geben, in der ganzen Region ausgebremst. „Wir konnten keine Haustürsammlungen machen, doch nur so funktioniert es, denn wir kommen über das persönliche Gespräch“, so der Gronauer, der erschüttert war, als ihm der Bezirksverband das Ergebnis mitgeteilt hatte. In Gronau waren im Sammelkorridor 223,50 Euro zusammengekommen – und nachträglich kamen noch 30 Euro hinzu. Nur in Mehle waren es zusätzliche 100 Euro, aus allen weiteren Orten des Altkreises kam gar kein Geld. „Ich bin traurig und enttäuscht“, so Klepping über die 253,50 Euro aus Gronau. Im vergangenen Jahr hatten er und seine Mitstreiter 2644 Euro in den Spendendosen. „Ich hatte mit gut 1000 Euro gerechnet“, sagt er zerknirscht, aber mit Verständnis, dass es die Gronauer wohl nicht „auf dem Schirm“ hatten, diesmal zu spenden: „Wer setzt sich schon hin und überweist fünf Euro?!“ 

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