Bei der Jugendfeuerwehr reift der Nachwuchs der Brandschützer heran

Lebensretter von morgen

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„Ohne die Jugend gibt es bald keine Aktiven mehr“: Entsprechend freut sich der Jugendfeuerwehrwart der Gronauer Brandschützer, Jan Schmuldt, in seiner Jugendfeuerwehr Gronau engagierte und interessierte Mädchen und Jungen zu haben.

GRONAU - Viele Jugendliche verbringen ihre Freizeit vor dem Bildschirm, „daddeln“ Computerspiele oder surfen durch die unendlichen Weiten des Internets. Acht Mädchen und Jungen aus Gronau hingegen pflegen ein gänzlich anderes Hobby: Sie reifen in der Jugendabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Gronau bei Übungen, Spiel und Spaß zu den Einsatzkräften von morgen heran.

So beispielsweise auch Florian Walprecht. „Ich mag die Feuerwehr und helfe gern anderen Menschen“, erklärt der 13-Jährige, warum er sich für das „heiße Hobby“ entschieden hat. Jeden Dienstag trifft er sich ab 18 Uhr mit seinen Kameraden, um beispielsweise die technische Ausrüstung der Feuerwehr und den Umgang damit kennenzulernen, die Grundtätigkeiten im Feuerwehrdienst zu erlernen sowie sich gemeinsam auf Wettkämpfe und die Abnahme von Leistungsabzeichen wie der Jugendflamme und Leistungsspange vorzubereiten. „Es ist ein bunter Mix aus Theorie und Praxis. Wobei der Praxisanteil natürlich deutlich im Vordergrund steht“, erläutert Jan Schmuldt, Jugendfeuerwehrwart der Gronauer Brandschützer. „Das Praktische, die Action, macht auch am meisten Spaß“, ergänzt Florian Walprecht lachend. Eine große Rolle in der Feuerwehrausbildung spielt der gemeinnützige Gedanke. Schließlich entwickeln sich die heutigen Mitglieder der Jugendfeuerwehr zu den Einsatzkräften von morgen, die der Bevölkerung in Notlagen freiwillig und ohne jegliche Gegenleistung zur Seite stehen. So stehen neben der Vorbereitung der Nachwuchsbrandschützer auf den aktiven Dienst auch viele andere Aktivitäten für die Zehn- bis 16-Jährigen auf dem „Dienstplan“. Neben dem gemeinsamen Spaß werden auch Teamgeist, Gemeinschaftsgefühl und das Miteinander von Klein und Groß beispielsweise beim Schlittschuhlaufen, Fahrten in den Heidepark und bei Zeltlagern hochgehalten. „Bei uns ist es immer witzig“, bringt es der 13-jährige Florian Walprecht auf den Punkt. Freude haben nicht nur die Jugendlichen: „Es macht Spaß, mit den Jugendlichen zu arbeiten und ihnen Wissen zu vermitteln“, sagt Jugendfeuerwehrwart Jan Schmuldt. Der 30-Jährige ist seit 2008 für die Ausbildung des Nachwuchses zuständig. Doch bei allem Spaß, weiß er auch um die Bedeutung der Jugendabteilung für die Zukunft der Gronauer Feuerwehr: „Ohne die Jugend gibt es bald keine Aktiven mehr.“ So verfolgt er es stets mit den berühmten lachenden und weinenden Augen, wenn wieder mal einer seiner Schützlinge die Jugendfeuerwehr in Richtung Einsatzabteilung verlässt. „Man denkt sich schon, dass es schade ist, das der- oder diejenige jetzt weg ist. Aber es ist schön, zu wissen, dass die Jugendlichen gut ausgebildet in den aktiven Dienst gehen.“ Wer selbst Lust bekommen hat, bei der Jugendfeuerwehr mitzumischen, kann gern einmal bei einem Übungsdienst am Feuerwehrhaus in Gronau vorbeikommen. Und bestimmt gibt es auch am 4. Juli, wenn die Freiwillige Feuerwehr Gronau ihre Vielfalt bei einem „Tag der offenen Tür“ präsentiert, die Möglichkeit, erste Kontakte zu knüpfen.

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