„Es gibt Interessenten“ – Johanniter steigen tiefer in den Prüfungsprozess ein / Oberstes Ziel: Erhalt des Standortes

Partner für verwundetes Krankenhaus

Ein Pflaster für das verwundete Johanniter-Krankenhaus: Die Johanniter steigen in den „komplizierten Prozess“ ein, um die Angebote potenzieller Partner zu prüfen.

GRONAU Die Johanniter steigen nun tiefer in den Prüfungsprozess ein: „Es gibt Interessenten“, teilt Regina Villavicencio, Pressesprecherin der Johanniter GmbH, im Gespräch mit der LDZ mit. Doch weder will sie die Anzahl an Angeboten potenzieller Partner für das Gronauer Krankenhaus benennen noch deren Namen preisgeben. Denn „Spekulationen verunsichern“, sagt die Pressesprecherin, die von einem „komplizierten Prozess“ spricht.

Ein Partner für das Gronauer Krankenhaus wird gesucht! Und es gibt offenbar Interessenten. „Es ist uns ganz wichtig, alles für den Erhalt des Standortes zu tun“, betont Regina Villavicencio. Denn die Johanniter seien sich bewusst, welchen Stellenwert die Einrichtung in der Samtgemeinde Gronau hat: „Die Bevölkerung ist mit dem Krankenhaus sehr verbunden – keine Frage.“ Auch sei das Haus mit seinen 117 Betten, in dem rund 250 Mitarbeiter beschäftigt werden, „gut ausgelastet“, informiert die Pressesprecherin. Doch die Gronauer Einrichtung schreibt seit einigen Jahren bereits rote Zahlen, ein Partner soll den Johannitern daher unter die Arme greifen. Somit sollen die Angebote nun geprüft werden, etwa unter Gesichtspunkten wie: Welche Investitionsvorschläge werden den Johannitern unterbreitet und welche Ideen haben die Interessenten für den Standort? Und wie Regina Villavicencio hinzufügt, werden auch die Interessenten selbst das Gronauer Haus unter die Lupe nehmen. Wie genau letztlich eine Partnerschaft aussieht, bleibt derzeit aber noch unklar. „Wir müssen sehen, ob das jeweilige Angebot für uns akzeptabel ist“, kommentiert die Pressesprecherin vorsichtig. Auch der Zeitplan ist derzeit unbekannt: Im Interesse der Mitarbeiter würden die Johanniter zwar so schnell wie möglich eine Lösung finden wollen, doch überstürzt werden solle der Prozess keineswegs. Dieser werde schon „eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen“.

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