Sven Friedemann setzt Jungjägerkursus für das Absuchen der weiten Flächen ein

Jäger retten Rehkitze aus Wiesen

Die Jäger suchen gewissenhaft die Wiesen vor der Ernte ab, um so viele Tiere wie möglich in Sicherheit zu bringen, bevor der Landwirt mit dem Mähdrescher seiner Arbeit nachgeht.
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Die Jäger suchen gewissenhaft die Wiesen vor der Ernte ab, um so viele Tiere wie möglich in Sicherheit zu bringen, bevor der Landwirt mit dem Mähdrescher seiner Arbeit nachgeht.

Eime – In der jetzigen Brut- und Setzzeit sind gerade die Jungtiere in der Natur sehr gefährdet. Mit der Leinenpflicht werden die Tiere vor Hunden geschützt, die in der Natur von ihren Haltern ausgeführt werden. In der Setzzeit werden neben Junghasen oder Federwild gerade die neugeborenen Rehkitze im hohen Gras vor den natürlichen Räubern wie Füchsen, Greifvögeln und Schwarzwild von den Ricken versteckt. Zum Schutz der Kitze gehört die Strategie, sich bei Annäherung natürlicher Feinde vollkommen still zu verhalten und nicht die Flucht zu ergreifen. Da die Kitze in den ersten Lebenstagen noch kaum Eigengeruch haben, ist dies recht erfolgreich. Dieses Verhalten hat aber den Nachteil, dass die Jungtiere unglücklicherweise auch bei einem näherrückenden Mähwerk liegenbleiben und im hohen Gras kaum gesehen werden können.

Deswegen fallen nach Schätzungen des Deutschen Jagdverbandes bundesweit mehr als 100 000 Rehkitze der Mähmaschine bei der Wiesenmahd zum Opfer. Sven Friedemann aus Eime ist schon seit fast 30 Jahren Jäger und setzt sich für den Schutz der Jungtiere ein. Besonders stolz ist er derzeit auf seinen Jungjägerkursus bei der Jägerschaft Alfeld, die er bis zur Prüfung im Herbst begleitet. Die 20 Schüler zeigen laut Friedemann ein hohes Engagement und bringen sich schon während ihrer Ausbildung stark bei der Jägerschaft ein.

Sven Friedemann aus Eime bringt mit Hilfe von einem Korb und Schutzhandschuhen das Rehkitz in Sicherheit.

Beim ersten Einsatz auf einer Wiese bei Langenholzen wurden im Jagdrevier von Roland Schaper 14 Teilnehmer von dem Ausbildungslehrgang eingesetzt. 18 Personen suchten dabei die Wiese ab und wurden auch schnell fündig. Geschützt mit speziellen Handschuhen und Gras wurde ein Rehkitz aufgenommen, damit es den menschlichen Geruch nicht annimmt. Am Waldrand wurde es wieder ausgesetzt, wo es durch Fiepen das Muttertier anlocken kann.  – gök

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