„Pneumatics“ verkauft: Versammlung für Gronauer und Laatzener Belegschaft

Hohenberg: „Der Markt für Pneumatik wächst“

Mike Wasner von der IG Metall Alfeld-Hameln-Hildesheim: „Die derzeitige Geschäftsführung muss Position beziehen.“

GRONAU „Wir nehmen Geld in die Hand, weil wir für die Pneumatik etwas erreichen wollen“, schildert Pressesprecher Max Hohenberg von Triton im Gespräch mit der LDZ: „Das ist eine gute Nachricht.“ Die im Jahr 1997 gegründete deutsch-skandinavische Beteiligungsgesellschaft hat die Penumatiksparte mit ihren deutschen Standorten in Laatzen und Gronau von Bosch Rexroth erworben.

„Der Markt für Pneumatik wächst“, sieht Max Hohenberg großes Potenzial im Unternehmen, das eine „interessante Produktpalette“ biete. Triton wolle investieren, um es „im Marktwachstum mitwachsen“ lassen zu können. In der Regel ist Triton zwischen fünf und sieben Jahren Eigentümer eines Unternehmens – der Blick sei dabei stets auf das Ganze gerichtet: „Wir gehen als Eigentümer verantwortungsvoll mit den Unternehmen um“, betont der Pressesprecher. Triton stelle sich demnach stets die Frage: „Was müssen wir tun, um nachhaltige Zukunftsperspektiven zu entwickeln?“ Oberstes Handlungsprinzip sei keineswegs der Abbau von Arbeitsplätzen, wie es derzeit die IG Metall und der Betriebsrat der Bosch Rexroth Pneumatics befürchten. Ausgesprochen hat Triton zwar eine Standortgarantie, nicht aber eine Beschäftigungssicherung. Angesichts des damaligen Einstiegs von Triton bei der Offenbacher Firma Dematic, in deren Rahmen Personal abgebaut wurde, wollen IG Metall und Betriebsrat den weiteren Prozess wachsam begleiten. Wie Max Hohenberg aber erläutert, sind die Unternehmen nicht vergleichbar. Bosch Rexroth Pneumatics habe ganz andere Voraussetzungen. Dematic jedoch habe damals kurz vor der Insolvenz gestanden, als die Beteiligungsgesellschaft eingestiegen ist. Innerhalb von sechs Jahren aber sei die Firma wiederaufgebaut worden, wenn es auch eine Werksschließung gegeben hat. Der Pressesprecher räumt zwar ein, dass es durchaus Einschnitte im Rahmen des Restrukturierungsprozesses gegeben hat, wohl aber könne sich das Ergebnis sehen lassen. „Heute werden dort insgesamt mehr Mitarbeiter als zuvor beschäftigt, wenn auch, relativ gesehen, weniger in Deutschland“, informiert er über das „grundsolide und international gewachsene Unternehmen“.

Gespräche mit der Belegschaft von „Pneumatics“ hat es laut Max Hohenberg bereits gegeben. Weiterhin werde man den Kontakt suchen, auch zur IG Metall: „Das ist für uns nicht neu. Die IG Metall kennt Triton.“

Wie Mike Wasner von der IG Metall Alfeld-Hameln-Hildesheim mitteilt, wird die komplette Belegschaft der Standorte Laatzen und Gronau heute Vormittag zusammenkommen. „Dann muss die derzeitige Geschäftsführung Position beziehen“, informiert er. Zum einen kritisiert die IG Metall den Informationsfluss über den Verkauf der Pneumatiksparte, zum anderen fordert sie eine Beschäftigungssicherung für die Arbeitnehmer. Nach der heutigen Versammlung will die Gewerkschaft entscheiden, wie sie weiter vorgehen wird.

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