Aus den Wurzeln heraus

GRONAU  „Das geschichtliche Interessse in den Orten wächst allmählich wieder“, freut sich Kreisheimatpfleger Gerhard Schütte, der mit seiner Kollegin Paloma Klages am Sonnabend die Heimatpfleger aus dem Landkreis zur Herbsttagung in der Gronauer Grundschule begrüßte.

Eingeladen hatte das Landkreis-Kulturbüro alle Orts- und Gemeinde-Heimatpfleger sowie die Leiter der Museen und Heimatstuben. Im Hildesheimer Raum gebe es laut Schütte etwas über 120 Heimatpfleger. „Allein sechs davon haben wir seit 1. November in der Stadt Gronau“, erläuterte Bürgermeister Karl-Heinz Gieseler: „Obwohl vieles zentralisiert wird, sollen sie auch erhalten bleiben, um in den Orten Geschichte zu wahren und Identität zu erhalten.“ Die Tagungen gibt es seit dem 1980er Jahren und dienen dem Austausch von Informationen, der Weiterbildung und Aktualisierung der Forschungen. Jetzt in Gronau referierte Paloma Klages über das Thema „Chancen und Möglichkeiten der Heimatpflege bei der Integration von Flüchtlingen“. Der Praktikant des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur, Khalid El Alouada aus Marokko, nannte dazu mit Paloma Klages aktuelle Beispiele. So wie in Borsum, wo ein syrischer Flüchtling vom dortigen Heimatpfleger aufgenommen wurde – und zusammen mit ihm arbeitet. „Hier lernt er die Sprache und Kultur kennen“, sagte die Kreisheimatpflegerin: „Willkommen heißen geht leichter, wenn es Entgegenkommen gibt. Da kann es auch nicht schaden, wenn man einige arabische Wörter kennt.“ Markus Roloff von der Volkshochschule Hildesheim sprach über das Projekt „Vernetztes Erinnern“. Weiter stellte Gerhard Schütte anhand von Informationen und Bilddokumenten aus den Dörfern die Schwerpunkte seines Themas „Aus den Wurzeln heraus: Brauchtum und Traditionen aktuell“ vor. Hier nannte er Beispiele in den Dörfern Algermissen Asel, Bledeln, Harsum und Hasede. Auch ging er auf die Kreisheimattage ein, unter anderem auf den in Banteln im Jahr 1997. n gre

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