Gronaus Weihnachtsmarkt ist ein Treffpunkt / Bevölkerung ist aufgerufen, Verbesserungsvorschläge zu machen

Hauptsache: Gemeinschaft erleben!

Der Förderverein der Grundschule Gronau bietet allerlei vorweihnachtliche Leckereien an. Der Erlös kommt den Grundschülern zugute.

GRONAU Weder stimmungsvoll noch besinnlich: Der Regen ließ Gronaus Weihnachtsmarkt gestern buchstäblich ins Wasser fallen. Es war kalt und ungemütlich. Trotzdem ließen sich viele Menschen nicht davon abhalten, Glühwein, Kakao mit Schuss und all die weiteren, typisch vorweihnachtlichen Leckereien auf dem traditionellen Weihnachtsmarkt zu genießen.

Trotzdem steht die Veranstaltung Jahr für Jahr in der Kritik: Bürgermeister Karl-Heinz Gieseler hatte deshalb vor wenigen Tagen über die LDZ aufgerufen, Verbesserungsvorschläge zu geben. Viele Kommentare sind jedoch noch nicht eingegangen. „Die Menschen müssen uns sagen, was sie sich wünschen“, hofft er noch, dass weitere Kommentare auf www.leinetal24.de eingehen. Was fehlt dem kleinen Gronauer Weihnachtsmarkt? Was könnte verbessert werden? Und woran stören sich die Besucher?

In der Vergangenheit waren es oftmals reisende Klamottenhändler, die für Kritik sorgten. Aus diesem Grund sind diese Aussteller bereits vom Kern des Weihnachtsmarktes verlegt worden. „Sie gehören aber durchaus auch dazu“, ist Gronaus Bürgermeister überzeugt. Gemeinsam mit Verwaltungschef Rainer Mertens lässt er es sich Jahr für Jahr nicht nehmen, den Markt zu besuchen und einen heißen Glühwein zu genießen. Bei diesem Wetter ist es wohl genau das richtige Getränk zum Aufwärmen. Spätestens im kommenden Jahr wird die Diskussion um den Weihnachtsmarkt aber wieder aufkommen, ist Karl-Heinz Gieseler überzeugt – nämlich, wenn es um die Anschaffung von Hütten geht. Die bisher genutzten kleinen Buden aus Alfeld können die Gronauer angesichts von Terminkollisionen nämlich nicht mehr nutzen. Finanzielle Mittel stehen im Haushalt schon bereit. „Spätestens dann ist ein Bild aus der Bevölkerung wichtig“, appelliert Gronaus Bürgermeister erneut an die Bevölkerung.

Die Basis des Weihnachtsmarktes gefalle ihm ganz gut, wohl gemerkt aber müsste der Besucher den Wochenmarkt schon getrennt von der vorweihnachtlichen Veranstaltung sehen. „Mein Wunsch wäre es, dass sich vermehrt wieder örtliche Vereine und Institutionen einbringen“, sagt Karl-Heinz Gieseler. Zudem wäre es denkbar, die damalige lockere Zusammenkunft von Verwaltung, Politik und den Vereinen wieder ins Leben zu rufen. Denn diese habe damals dafür gesorgt, dass etwa die Bäume beleuchtet und der Weihnachtsbaum als Mittelpunktes des Marktes installiert wird. „Wenn wir das weiterentwickeln, sind wir auf einem guten Weg“, ist er überzeugt. Verwaltungschef Rainer Mertens sieht es zudem „als gute Grundlage“, wenn sich die Bevölkerung mit Anregungen und Wünschen für den Weihnachtsmarkt einbringt.

In jedem Fall ist die Veranstaltung aber schon jetzt ein Treffpunkt: Man kommt zusammen, sieht alte Bekannte wieder und genießt den einen oder anderen Glühwein – und das ist doch das wichtigste: Gemeinschaft erleben.

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