Neue Aufgabe für Elske Sibberns

GRONAU n Elske Sibberns ist seit gut einem Jahr Diakonin in Gronau, doch zum Jahresende wird sie von der Leinestadt Abschied nehmen. Weshalb sie die St. Matthäi-Kirchengemeinde verlässt, verrät sie im Gespräch mit der LDZ.

„Das ist einfach eine große Chance“, blickt sie auf ihre neue Stelle. Sie wechselt nämlich nicht nur die Gemeinde, sondern gleich den Kirchenkreis. Elske Sibberns wird ab Januar Jugendwartin des Kirchenkreises Hildesheim-Sarstedt sein. Dann übernimmt die 30-Jährige aus Hannover die Geschäftsführung der dortigen Kirchenkreis-Jugendarbeit. Im Detail ist sie dann beispielsweise für Jugendmitarbeiterschulungen, für die Freizeiten sowie für jugendpolitische Arbeit zuständig. „Ich freue mich auf meine neue Aufgabe“, sagt Elske Sibberns – auch wenn ihr der Abschied nicht leicht fällt. „Die Jugendlichen sind mir ans Herz gewachsen“, lässt sie ihre Zeit in Gronau Revue passieren. Auch die Arbeit mit den Diakonen-Kollegen, mit dem Team der Kinderkirche, der Jugendpflege und den Schulen habe ihr große Freude bereitet: „Die Zusammenarbeit war einfach gut“, bedankt sie sich bei vielen Weggefährten, die auch trotz großer Erfahrungen offen für Neues gewesen seien. Besonders stolz ist die Diakonin darauf, den Fokus der Jugendlichen erweitert zu haben: „Ihr Wunsch, sich stärker zu vernetzen, war durchaus schon da“, sagt Elske Sibberns, die der Jugend noch dazu politische Strukturen des Kirchenkreises näher gebracht hat. „Wer sich auf einer höheren Ebene engagiert, kann durchaus einen Mehrwert für seine eigene Heimat erhalten“, ist sie überzeugt. Denn dort würden Projekte vorgestellt und finanzielle Mittel vergeben, bringt sie Beispiele. Erste Erfolge gibt es bereits: So engagiert sich ein Gronauer im Sprengel-Jugendkonvent-Vorstand. Ein anderer möchte sich in die Landesjugendkammer wählen lassen. Und vielleicht wird es irgendwann auch ein Jugendkonvent im Kirchenkreis Hildesheimer Land-Alfeld geben. „Wir brauchen einfach Jugendliche, die sich engagieren“, sagt Elske Sibberns, die sich wohl bewusst ist, dass noch ein langer Weg vor dem Kirchenkreis liegt: „Die große Schwierigkeit ist einfach, dass der Kirchenkreis so riesig ist.“ Doch die Diakone haben längst erste Spuren hinterlassen – und die Bestrebungen sollen fortgesetzt werden. Auch in ihrem neuen Kirchenkreis sei dies eine Vision. „Ich habe einfach das Bedürfnis, auch mehr politisch zu arbeiten“, teilt sie mit. Noch dazu ist die neue Stelle anders als in Gronau unbefristet. Offiziell verabschiedet wird Elske Sibberns am 22. Januar. Der Gottesdienst beginnt um 10 Uhr in der Gronauer St. Matthäi-Kirche.

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