Leinebücherei organisiert Aktion zum bundesweiten Vorlesetag am 20. November

Gronauer Vorleser an ungewöhnlichen Orten

Christa Krahl (rechts) und Elke Meinhart von der Leinebücherei laden zum Vorlesetag ein: An unterschiedlichen Orten in der Leinestadt wird dem vorbeiziehenden Publikum vorgelesen. Auch an der Leinebrücke am Steintor ist eine Station vorgesehen. Foto: Klein

Gronau An die erfolgreiche Premiere im vergangenen Jahr will die Leinebücherei anknüpfen: „Das war eine tolle Aktion“, erinnert sich Elke Meinhart gern an den Vorlesetag 2014, der viele außergewöhnliche Stationen bot, an denen aus Büchern vorgelesen wurde. Die Aktion soll im Rahmen des bundesweiten Vorlesetages am kommenden Freitag, 20. November, wiederholt werden.

Um Mitstreiter für die Aktion zu gewinnen, war Elke Meinhart regelrecht „hausieren“ – mit Erfolg. Für sieben Orten in der Leinestadt haben sich Ehrenamtliche gefunden, die nicht etwa für sich allein in schönem Lesestoff schmökern, sondern dem vorbeiziehenden Publikum Einblicke in die Story geben möchten. Das Besondere sind die Orte, an denen vorgelesen wird: Beispielsweise werden ab 11 Uhr humorvolle Texte aus dem Christentum und Islam auf der Brücke am Steintor zu hören sein. Im Geschäft „Schreibwaren Peter“ geht es ab 15 Uhr um Märchen, und auch im Kaminzimmer des Jugendzentrums werden in der Zeit von 15 bis 17 Uhr Geschichten gelesen. „Frau Schick räumt auf“ – was sich hinter diesem Titel verbirgt, werden die Zuhörer um 15.30 Uhr im Johanniter-Stift erfahren. Ab 16 Uhr sind zudem im „Café am Markt“ Gedichte zu hören, im Aufzug des Johanniter-Krankenhauses liest Elvira Reck eigene Geschichten. Texte von Leo Tolstoi und Märchen der Gebrüder Grimm erwartet von 16 bis 17 Uhr die Besucher im Turm der Gronauer St. Matthäi-Kirche.

Die Intention hinter dem bundesweiten Vorlesetag: Jeder, der Spaß am Lesen hat, liest an diesem Tag anderen Menschen vor. Die Initiatoren des Aktionstages wollen damit auch die Begeisterung am Lesen wecken. Allein im vergangenen Jahr beteiligten sich über 80 000 Vorleser – ein Rekord. Zudem erhofft sich Elke Meinhart, dass die Leinestadt gar mit der Vielzahl der Stationen punkten kann. Stets wird nämlich die aktivste, die öffentlichkeitswirksamste und die außergewöhnlichste Vorlesestadt Deutschlands ausgezeichnet. Da sowohl in den Gronauer Schulen als auch an den Stationen in der Stadt vorgelesen wird, steigt die Anzahl der Orte – im Vergleich zur Einwohnerzahl ein gutes Ergebnis.

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