ÜWL-Bereich: Vorschläge für die Politik

Gestaltung Hand in Hand mit der Stadt

Der kaufmännische Geschäftsführer des Überlandwerks, Volker Zündorf, zeigt den neuen Eingangsbereich des Energieversorgers. Nun liegt es an der Politik, wie der öffentliche Raum im Zuge des ÜWL-Neubaus gestaltet werden soll.

GRONAU Die Baufortschritte des ÜWL-Neubaus sind längst sichtbar. Volker Zündorf ist zufrieden: „Etwa 95 Prozent aller Gewerke sind ausgeschrieben“, äußert sich der kaufmännische Geschäftsführer des Gronauer Energieversorgers zum Zeitplan. Lediglich das Mobiliar und die Außengestaltung müssen noch in Auftrag gegeben werden. Letztere aber steht und fällt mit einem Beschluss der örtlichen Politik.

Der Finanz- und Bauausschuss der Stadt Gronau kommt morgen um 17 Uhr im Sitzungszimmer des Bürgermeisterhauses zusammen, um sich angesichts des ÜWL-Neubaus mit der Außenanlagenplanung im öffentlichen Raum zu befassen – so wird das Thema in der Tagesordnung beschrieben. Dahinter verbergen sich schlichtweg Gestaltungsvorschläge, die eben auch den öffentlichen Raum betreffen. Vorgelegt werden den politischen Vertretern drei Varianten, die sich prinzipiell kaum unterscheiden. Laut Beschlussvorlage soll die bisherige Dr. Sauerwein-Straße zwischen den Bordsteinen auf fünf Meter beziehungsweise auf 5,50 Meter reduziert und mit vier so genannten Parktaschen und ebenso vier Bauminseln entlang des neuen ÜWL-Domizils versehen werden. „Die kleinkronigen Bäume würden den langen Verwaltungsriegel deutlich auflockern“, heißt es in der Beschlussvorlage: „Und einen geschützten Schulweg für den westlichen Stadtbezirk bilden“.

Der Knackpunkt für die Politik ist nun die Wahl der Pflasterung: Nahezu alle Gehwege um das Überlandwerk sind mit roten Steinen gestaltet worden. Hier aber legt der beauftragte Architekt auch eine Variante vor, die sich am sandfarbenen ÜWL-Domizil orientiert. „Wir haben natürlich einen Favoriten unter den Vorschlägen“, äußert sich Volker Zündorf zu den Varianten. Der Sitzung des politischen Gremiums aber wolle er nicht vorgreifen.

Es habe gemeinsame Gespräche mit der Stadt gegeben. Angesichts der Bauarbeiten seien einzelne Bereiche im öffentlichen Raum ohnehin beschädigt worden, die es auszubessern gilt. „Wir wollen dies gerne gemeinsam mit der Stadt gestalten“, äußert Volker Zündorf den Wunsch des Überlandwerks. Am Zeitplan hält der kaufmännische Geschäftsführer weiter fest: „Wir sind optimistisch, Ende des Jahres zumindest in Teilen ins neue Gebäude umziehen zu können.“

Im Rahmen einer Betriebsversammlung im Gronauer Kino hat es bereits eine Besichtigung des neuen Domizils gegeben. Volker Zündorf sei es wichtig gewesen, dass jeder Mitarbeiter einmal einen Blick hinter den Bauzaun wagen konnte. Immerhin soll das gesamte Team hinter dem Neubau stehen. Und so mancher könne den Umzug kaum erwarten. „In viele Büros muss fast nur noch der Maler hinein“, schildert der kaufmännische Geschäftsführer, wie zügig die Arbeiten voranschreiten. Lediglich der Beginn des großen Vorhabens hatte sich angesichts der Altlasten im Boden auf den Zeitplan ausgewirkt. Jetzt aber geht es Schlag auf Schlag: „Vor Weihnachten wollen wir umziehen, vorbehaltlich, dass nichts mehr schief geht.“

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