Kreisstraße 409 wird saniert: Zufahrt nach Deinsen bis 22. Dezember nicht befahrbar / Umweg über Marienhagen

Ort gesperrt – Informationsfluss hakt

Sperrbaken verwehren die Zufahrt nach Deinsen: Bis 22. Dezember soll die Sperrung andauern. Der Grund hierfür ist die Sanierung der Kreisstraße 409, vom Ort bis zur Bundesstraße. Für den Rettungsdienst und die Feuerwehr gibt es für die Dauer der Baustelle eine alternative Wegführung. Foto: Klein

Deinsen Und plötzlich ist ein Ort gesperrt! Der Informationsfluss war offenbar nicht optimal. Denn am Montag standen Verkehrsteilnehmer buchstäblich vor einem „verschlossenen Ort“. Sperrbaken verwehren Verkehrsteilnehmern die Fahrt auf die Kreisstraße 409, die durch Deinsen führt. „Wir wussten nichts davon“, bedauert Martin Mundhenke als ortsansässiger Landwirt, dass die Anwohner nicht informiert wurden. Nur wer schulpflichtige Kinder hat, die täglich mit dem Bus fahren, erhielten eine Information.

„Die Kinder haben einen Zettel aus der Schule mitgebracht“, berichtet Martin Mundhenke auf Nachfrage der LDZ. Darauf der Vermerk, dass die Schulbusse angesichts der Baustelle künftig anders fahren müssen. So verbreitete sich die Nachricht in Deinsen: Seit Montag ist der Ort gesperrt, gestern haben die Bauarbeiten des Landkreises Hildesheim begonnen. Über mehrere Ecken hat sich Martin Mundhenke schließlich den gewünschten Kontakt verschafft: Denn im Ort sitzen mehrere Unternehmen, darunter eine Spedition und eine Bäckerei, die diese Zufahrt dringend benötigen. „Von der Jahreszeit her ist die Maßnahme aus Sicht der Landwirte gut gewählt“, schildert der Deinser. Letztlich sei es ihm gelungen, „einen kurzen Draht“ zum Bauleiter vor Ort herzustellen, so dass für die Betriebe Lösungen für die Dauer der Bauarbeiten gefunden werden sollen. „Letztlich sind wir froh, dass diese Straße nun saniert wird“, spricht Martin Mundhenke den desolaten Zustand der Kreisstraße an.

Genau dies soll bis 22. Dezember geschehen: „Die Fahrbahndecke wird erneuert und verstärkt“, erläutert Lutz Wackermann, der vom Ingenieurbüro Richter mit der Planung der Arbeiten beauftragt ist. Bis 22. Dezember soll das Gros der Bauarbeiten beendet sein. Für die Betriebe sollen individuelle Lösungen gefunden werden, alle anderen Verkehrsteilnehmer aber sollen fernbleiben. Sie müssen künftig wohl über Marienhagen den Ort passieren. Im neuen Jahr folgen weitere Maßnahmen „ringsum die Straße“, wie Lutz Wackermann mitteilt. Diese Arbeiten aber sollen dann mit Hilfe einer halbseitigen Sperrung oder aber als Tagesbaustelle erfolgen.

Weshalb jetzt der Informationsfluss hakte, ist noch unklar. Neu ist die Sanierung der Kreistraße 409 jedenfalls nicht, wie Lutz Wackermann zu bedenken gibt. Vor einem Jahr schon sind die Bauarbeiten bereits mit den betroffenen Akteuren besprochen worden. „Das ist nicht gut gelaufen“, räumt er ein: „Das müssen wir künftig verbessern.“

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