Feuerwehren aus Barfelde und Eitzum demonstrieren Verbundenheit / Ortsbrandmeister Maik Zastrow wiedergewählt

Gemeinsam stark beim Brandschutz

Eitzumer und Barfelder, Jung und Alt, Aktive und Förderer: Nicht nur beim Gruppenbild der Beförderten und Geehrten beweisen die Brandschützer aus dem Despetal Gemeinschaftssinn und Zusammengehörigkeitsgefühl. Fotos: Appel

BARFELDE Zwei Wehren mit einer gemeinsamen Jahreshauptversammlung: „Vor 15 Jahren wäre dies nicht möglich gewesen!“ Als Barfeldes Ortsbrandmeister Maik Zastrow im vollbesetzten Saal der Gaststätte „Zum Kronprinzen“einen Alterskameraden zitierte, war neben einigen Lachern auch zustimmendes Nicken zu vernehmen. „Wir sind hier gut zusammengewachsen und ich hoffe, dass die letzten Zweifler dies endlich auch in die Köpfe bekommen. Denn nur gemeinsam sind wir stark“, beendete der Ortsbrandmeister sein Fazit, das gleichzeit auch Appell war. Wie gut die Feuerwehren aus Barfelde und Eitzum bereits zusammengewachsen sind und wie stark sie gemeinsam sind – davon konnten sich die Anwesenden bei dieser besonderen Hauptversammlung selbst überzeugen.

Denn dass die gemeinsame eine „besondere“ Versammlung von Brandschützern war, betonte auch Samtgemeindebürgermeister Rainer Mertens in seinem Grußwort: In Barfelde und Eitzum wage man den Blick in die Zukunft und unternehme erste Schritte in diese. „Hier beschreitet man den richtigen Weg und die Politik begleitet diesen“, lobte er und betonte zugleich, dass im Haushaltsplan Mittel für ein neues Feuerwehrhaus im Despetal vorgesehen seien.

„In diesem Haus sollen alle drei Wehren im Despetal als eigenständige Wehren gemeinsam einziehen“, erläuterte Zastrow. „Ich persönlich freue mich darauf und Blicke dem sehr positiv entgegen. Der jetzt schon jahrelang gemeinsame Dienst der Wehren stärkt mein Gefühl noch mehr.“

Sollten die Brandschützer tatsächlich wie erhofft im Sommer 2016 ein neues Domizil einweihen, so wird dies Maik Zastrow weiterhin als Barfeldes Ortsbrandmeister erleben. Nach sechs Jahren im Amt stand dieses turnusgemäß zur Wahl. Unter der Leitung von Gemeindebrandmeister Frank Kirchner folgten die Wahlberechtigten einstimmig dem einzigen Vorschlag der Wiederwahl. Stellvertreterin ist fortan Melanie Koch. Sie beerbt Bürgermeister Andreas Zastrow, der die Funktion zwölf Jahre lang inne hatte. Zum Gerätewart in Barfelde wurde Phillip Reese, zur Atemschutzbeauftragten Katharina Wunstorf und zum Sicherheitsbeauftragten Jonas Jämmerich gewählt. Von den gemeinsamen Diensten der Despetaler Brandschützer im vergangenen Jahr – auch wenn an diesem Abend naturgemäß die Brandschützer aus Nienstedt etwas außen vor waren – berichteten die Gruppenführer Melanie Koch und Jürgen Niemeyer. Auf ein Jahr 2014 mit insgesamt 4 203 Dienststunden der zusammen 45 aktiven Kameraden aus Barfelde und Eitzum, davon drei Neueintritte, blickten die beiden in einer Bildshow zurück. Neben Übungen hatten die Brandschützer unter anderem Einsätze als Brandsicherheitswachen, bei der Expolsion bei der Firma Funke, als Trageunterstützung, „mal wieder“ bei einem Hochwasser an der Bachstraße und bei einem Verkehrsunfall mit zwei Lastwagen an der Nienstedter Kurve zu bewältigen. „Die Bilder belegen, dass wir optimal zusammenarbeiten“, so Niemeyer. Und auch, dass die Kameradschaftspflege nicht zu kurz kommt.

An 64 Zusammenkünfte, darunter 25 Auftritte, der Musiker vom Musikzug erinnerte Olaf Kreth. 16 aktive Musiker zählt der Zug derzeit, was „kein Grund ist, den Kopf in den Sand zu stecken, denn wir bewältigen sämtliche Auftritte.“

Wie die erfahrenen so leben auch die jüngeren Brandschützer aus Eitzum und Barfelde das Zusammengehörigkeitsgefühl, wie der Bericht der Jugendwarte Steven Lüdtke und Lukas Ulrich belegte. Übungen, Wettkämpfe und Unternehmungen wurden stets gemeinsam und mit „viel Spaß“ gemeistert. Auf 16 aktive Nachwuchskräfte blickt die Jugendfeuerwehr. Acht der Kinder haben im vergangenen Jahr die Jugendflamme 1 und drei die Jugendflamme 2 verliehen bekommen. Eine Eitzumerin trat erfolgreich zur Abnahme der Jugendflamme 3 an. Zudem blickten die Jugendlichen im vergangenen Jahr auf den 40. Geburtstag der Jugendfeuerwehr Eitzum – was noch gebührend gefeiert werden soll.

Kinderfeuerwehr

Den ersten Geburtstag erleben wird bald die Kinderfeuerwehr im Despetal. Unter dem Namen „Die Despetaler Löschbande“ kommen seit Kurzem rund 17 Kinder aus den drei Orten zusammen, um unter Kinderfeuerwehrwart Sven Grebe das kleine Einmaleins des Brandschutzes zu erlernen. Wie schon gesagt: In Barfelde und Eitzum denkt man an die Zukunft.

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