Mehrgenerationenpark würde Attraktivität steigern / Ehemaliger Ratsherr Knut Mäuselein will weiter am Ball bleiben

„Es geht mir ja nur um die Sache“

Knut Mäuselein, ehemaliger Ratsherr: „Ich werde diese Idee solange verfolgen, wie ich dazu geistig in der Lage bin.“ Foto: Klein

GRONAU Knut Mäuselein ist „frustriert“: Schon vor Jahren hat er begonnen, in Sachen Mehrgenerationenpark zu recherchieren – und diese Idee schließlich in die Politik eingebracht. Auf Antrag des Bündnisses für Gronau kam der Mehrgenerationenpark im Oktober vergangenen Jahres wieder auf den politischen Tisch – mit dem Ergebnis, eine Förderung bei der LAG Leinebergland zu beantragen. Doch passiert sei bisher nichts, wundert sich der ehemalige Ratsherr.

„Ich habe einen Mehrgenerationenpark einmal in einer anderen Stadt gesehen“, erinnert sich Knut Mäuselein an die Anfänge seiner Recherche. Hierfür brauche es weder viel Platz noch erfordere es kaum einen Kostenaufwand, um die Edelstahl-Geräte zu erhalten. „Es kann unsere Stadt nur aufwerten“, ist der Gronauer von seiner Idee überzeugt: „Wir wären zudem die erste Stadt im Landkreis, die einen solchen Generationenpark hätte.“ Die Intention dahinter sei, dass Menschen unterschiedlichen Alters, etwa von fünf bis 90 Jahren, zusammenkommen, um sich mit Hilfe der Geräte fit zu halten. Das Konzept basiere auf der Tai-Chi-Lehre und werde in anderen Städten gut angenommen, hat Knut Mäuselein bei seinen Recherchen herausgefunden. Seinen Vorstellungen zufolge sollte der Park acht Geräte beinhalten und nach einer ersten Kostenschätzung mit rund 30 000 Euro zu Buche schlagen. Sein erster Vorschlag war, einen solchen Mehrgenerationenpark auf dem Kleinen Kanian zu installieren. Doch er sei stets offen für andere Ideen gewesen. „Es geht mir ja nur um die Sache“, betont Knut Mäuselein, dessen Anliegen es ist die Attraktivität Gronaus zu steigern.

Standort unklar

Gescheitert ist seine Idee offenbar zunächst daran, dass sich die Fraktionen auf keinen Standort eines möglichen Mehrgenerationenparks einigen konnten. Später aber sorgte das Bündnis für Gronau mit einem Antrag dafür, das Thema wieder auf den Tisch zu holen, um die Verwaltung zu beauftragen, rechtzeitig einen Förderantrag bei der LAG Leinebergland zu stellen. Doch in diesem Rahmen musste zunächst erst einmal geklärt werden, ob das politische Gremium lediglich „die Fitnessgeräte“ aufstellen oder dazu noch Wegeverbindungen und Fundamente für die Geräte sowie weitere Möglichkeiten für die Generationen schaffen will. Es standen nach ersten Berechnungen Kosten von 150 000 Euro im Raum. Im Finanz- und Bauausschuss einigten sich die Fraktionen schließlich, zunächst nur eine minimale Infrastruktur für den geplanten Park für rund 45 000 Euro schaffen zu wollen und einen Projektbogen bis zur nächsten Regionsversammlung der LAG Leinebergland einzureichen. Einen Standort aber gab es zu diesem Zeitpunkt noch immer nicht.

„Es ist mir unverständlich, weshalb die Verwaltung dieses Projekt so blockiert“, ist Knut Mäuselein, der sich sogar auf Sponsorensuche begeben hatte, überzeugt, dass diese versuche, den Mehrgenerationenpark zu verhindern. Denn ein Antrag bei der Leader-Region sei bisher entgegen des Beschlusses nicht eingereicht worden. Doch aufgeben will der Gronauer nicht, er verspricht: „Ich werde diese Idee solange verfolgen, wie ich dazu geistig in der Lage bin.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare