China-Gesprächskreis der IHK Hannover informiert sich in Gronauer Unternehmen / Viele Tipps und Möglichkeiten

Funkes Erfolg soll Ansporn sein

Der China-Referent der IHK Hannover, Horst Schiemann, und die Kultur-Projektmanagerin des China-Gesprächkreises, Gao Xin, aus Immensen. Foto: Greber

GRONAU Der deutsche Mittelstand weiß: China ist ein Land mit enormem Wachtumspotential. Und kaum ein Unternehmen in der Region weiß das besser als die Funke Wärmetauscher Apparatebau GmbH in Gronau. Denn seit zehn Jahren ist es auch in China ansässig – mit großem Erfolg.

Und Erfolg spricht sich herum: Das war gestern Grund für den China-Gesprächskreis der IHK Hannover, das Unternehmen Funke zu besuchen und sich zu informieren. Nicht nur Mitglieder des Gesprächskreises wie Unternehmer, Unternehmensberater und Rechtsanwälte waren dabei, auch Yonggui Pei vom Generalkonsulat der Volksrepublik China reiste aus Hamburg an, um an der Veranstaltung teilzunehmen – ebenso Chen Pu, Repräsentantin der Region Changzhou, wo das Unternehmen Funke mit einer Zweigniederlassung ansässig ist und 150 Mitarbeiter beschäftigt. Derzeit ist Funke dabei, eine zweite Halle mit über 10 000 Quadratmeter Produktionsfläche zu errichten und das Geschäft auszubauen.

Großes Potential

„In China sind Beziehungen zur örtlichen Politik und Finanzwelt ganz wichtig“, betont Funke-Geschäftsführer Michael Stauch im LDZ-Gespräch: „China ist ein sehr interessantes Land mit außerordentlichem Potential.“ Zudem sei es von großer Wichtigkeit, zu wissen, wie man mit der chinesischen Kultur umzugehen hat. Denn hierauf werde großer Wert gelegt. Michael Stauch weiß, wovon er spricht, bislang reiste er über 40 Mal nach China. Auf die Frage, ob er des Chinesischen mächtig ist antwortet er: „Nein, die Sprache spreche ich nicht. Aber wir haben dort eine hervorragende deutsche Sprachkompetenz.“

Der China-Referent der IHK Hannover, Horst Schiemann, betont gegenüber der LDZ, dass ein Einzelner nicht viel bewegen kann: „Nur gemeinsam kann es nach vorne gehen.“ Dabei ist es wichtig, Unternehmen zu vernetzen und Kontakte zu knüpfen – und eben dafür gibt es den Gesprächskreis. Der zählt etwa 120 Mitglieder und kommt vier bis sechs Mal im Jahr zusammen. Horst Schiemann betont: „Es gehen in Deutschland keine Arbeitsplätze verloren, wenn in China expandiert wird. Im Gegenteil – der heimische Arbeitsmarkt wird dadurch gefestigt und sogar gestärkt.“ Er hofft, dass das Erfolgsmodell des Unternehmens Funke Ansporn für andere Firmen ist, sich in China anzusiedeln.

Nachdem die Delegation das Unternehmen besichtigte ging es weiter nach Rheden zum Restaurant „Sieben Berge“. Hier berichtete Michael Stauch von seinen langjährigen Erfahrungen unter dem Motto „Unsere China-Aktivitäten – von Erfolg gekrönt“. Der Leiter des Gesprächskreises, Karl-Heinz Rudolph, sprach über „Unsere Dienstleistungen für den deutschen Mittelstand in China“.

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