Metaller in Gronau schließen sich landesweiter Warnstreik-Welle an

Frostige Zeiten vor dem Werkstor

GRONAU Die Gewerkschaft zieht bei der Produktion von Fahrzeugbremsen in Gronau für einen Tag die Handbremse: Die organisierten Mitarbeiter von Wabco sind am 8. Januar in den Streik getreten. Im Tarifstreit für die 140 000 Beschäftigten hatte die IG Metall zu Warnstreiks aufgerufen.

Rund 120 Mitarbeiter von Wabco legten gegen 11.30 Uhr die Arbeit nieder. „Wir geben heute schon mal einen Vorgeschmack auf die kurze Vollzeit“, kündigte Uwe Mebs, erster Bevollmächtigte der IG Metall, an, dass Maschinen- und Produktionsanlagen still stehen – und auch die nachfolgenden Schicht kürzer treten werde. Mebs sowie die IGM-Vertrauenspersonen bei Wabco, Armin Schmidt und Olav Döring, bekräftigten bei der Kundgebung vor dem Werkstor die Forderung der Arbeitnehmer nach sechs Prozent mehr Lohn und die Möglichkeit verkürzter Arbeitszeiten, falls die Beschäftigten Kinder erziehen, Angehörige pflegen oder zu Sonderzeiten arbeiten müssen. Nach Ansicht der Arbeitgeber ist die Forderung nach einem finanziellen Ausgleich ohne Arbeitsleistung rechtswidrig – und damit auch die Warnstreiks. Naturgemäß kritisierten die Gewerkschafter diese Auffassung ebenso kämpferisch wie auch das Arbeitgeberangebot von zwei Prozent mehr Lohn ab April sowie eine Einmalzahlung in Höhe von 200 Euro für die Monate Januar bis März 2018. Seit 3. Januar haben sich in den Betrieben der Metall- und Elektroindustrie der Geschäftsstelle Alfeld-Hameln-Hildesheim etwa 900 Beschäftigte aus zwölf Betrieben an den Warnstreiks beteiligt, darunter die Beschäftigten von Waggonbau Graaff in Elze am Donnerstag (die LDZ berichtete). as

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