Garnelenzucht

Frische Tiere, frischer Mut: Minister Dr. Bernd Althusmann besucht „Neue Meere“

Beim Besuch kann Niedersachsens Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann (links) zuschauen, wie die Abläufe der Garnelenbecken justiert werden. Dafür muss man ein Bad im 31 Grad warmen Wasser nehmen.
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Beim Besuch kann Niedersachsens Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann (links) zuschauen, wie die Abläufe der Garnelenbecken justiert werden. Dafür muss man ein Bad im 31 Grad warmen Wasser nehmen.

Gronau – Ein einzigartiges Nachhaltigkeitsprojekt mitten in der Samtgemeinde Leinebergland – das stößt landesweit auf Interesse. Es sei irrsinnig, dass Krabben von der Nordsee nach Marokko zum Pulen gebracht werden, befand Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann heute, als er die Garnelenzucht „Neue Meere“ besuchte. Firmengründer Tarek Hermes erklärte, dass dieser Name Programm sei: „Wir wollen die alten Meere in Ruhe lassen.“

Hermes und sein Team zeigten dem Minister das geschlossene Ökosystem, in dem seit knapp einem Jahr Krustentiere gezüchtet werden. Mit Inbrunst zeigte Hermes auf, wie aus einer fixen Idee vor zehn Jahren die Halle in Gronau-West entstand. „Wir mussten viele Hürden überwinden“, sagte der Gronauer mit Blick auf die Finanzierung und die Anlage, die es so nirgendwo sonst in Deutschland gibt. Man lerne täglich, wie Anlage und Garnelen funktionieren: „Wir werden immer besser. Aber es ist eine Passion, für die man 24 Stunden an sieben Tagen in der Woche brennen muss.“ Ideen gibt es viele, denn erst jetzt sei klar, was der Kunde will. Hermes und seine Kollegen stehen donnerstags am Tisch und pulen selbst, machen Versuche mit geräucherten Tieren und wissen, dass der Nachhaltigkeitsaspekt beim Kunden gar nicht so wichtig sei: „Die Frische ist entscheidend. Und, dass man sagt, hey, das sind coole Kerle, die unterstütze ich.“  Althusmann zeigte sich nicht nur von der Anlage, sondern insbesondere vom „frischen Mut“ beeindruckt. 

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