Gronauer Delegation gratuliert zum 250-jährigen Frieden von Hubertusburg in Wermsdorf

Aus Fremden werden Freunde

Ein freundschaftliches Verhältnis (von links): SPD-Fraktionsvorsitzender der Stadt Gronau, Hans-Gerhard Besser, Wermsdorfs Bürgermeister Matthias Müller, CDU-Stadtratsfraktionsvorsitzender Günter Schulze und Gronaus Bürgermeister Karl-Heinz Gieseler.

GRONAU / WERMSDORF Wenn ihre Partnerstadt Wermsdorf feiert, lassen es sich die Gronauer nicht nehmen, Präsenz zu zeigen: Bürgermeister Karl-Heinz Gieseler, SPD-Stadtfraktionsvorsitzender Hans-Gerhard Besser und sein Amtskollege von der CDU und stellvertretender Bürgermeister, Günter Schulze, sind zum Jahresempfang anlässlich des 250-jährigen Friedens von Hubertusburg in die sächsische Stadt gereist, zu der die Leinestadt noch vor der Wende Kontakte aufbaute und Mitte der 90er-Jahre schließlich eine Partnerschaft gründete.

Wie Bürgermeister Karl-Heinz Gieseler informiert, besuchen sich Gronauer und Wermsdorfer stets im Wechsel am 3. Oktober, dem Tag der Deutschen Einheit. Diesmal jedoch sind die Gronauer zum Festakt eingeladen worden – und wollten es sich nicht nehmen lassen, persönlich zu gratulieren. Der Jahresempfang mit Vertretern aus der Wermsdorfer Vereinswelt, aus Politik und Wirtschaft ist angesichts des Jubiläums nun in die Jahresmitte verlegt worden und dient vor allem dazu, Ehrenamtliche für ihren Einsatz zum Wohl der Bevölkerung auszuzeichnen. Auch Karl-Heinz Gieseler überbrachte in diesem Rahmen die Grüße aus der niedersächsischen Heimat und hob zudem hervor, wie wichtig es sei, das Ehrenamt zu hegen und zu pflegen.

Mit diesem Besuch in ihrer Partnerstadt zeigen die Gronauer wieder einmal, welche Bedeutung die Partnerschaft der beiden deutschen Städte hat. „Aus Fremden wurden innige Freunde“, zitiert Gronaus Bürgermeister Karl-Heinz Gieseler gern die Vorsitzende des Wermsdorfer Partnerschaftsvereins, Monika Heyne. Ein Zitat, das sich längst bewahrheitet hat und immer wieder aufs Neue mit Leben gefüllt wird. „Wir haben schon ein gutes Verhältnis“, pflichtet Günter Schulze bei. Die Freundschaft der beiden Städte reicht bis vor die Wende zurück: Kontakte wurden damals über die Kirchengemeinde in Gronau hergestellt, später beteiligten sich die Schulen, und auch die Turner bauten Beziehungen nach Wermsdorf auf. Hans-Gerhard Besser kann sich noch allzu gut daran erinnern, dass Vertreter der heimischen SPD und CDU nach Wermsdorf gereist sind, um die dortigen Parteien in ihrem ersten Wahlkampf zu unterstützen. Im Jahr 1996 ist die Partnerschaft zwischen Gronau und Wermsdorf schließlich mit einem Vertrag besiegelt worden. „Wir haben dort Aufbauhilfe geleistet – sowohl in materieller Hinsicht als auch mit dem Know-how unserer Verwaltung“, informiert Karl-Heinz Gieseler über einen ständigen Austausch der beiden Städte.

Und wie sich Wermsdorf entwickelt hat, allen voran das Erscheinungsbild der Hubertusburg, davon ist Hans-Gerhard Besser regelrecht begeistert: „Das ist immer wieder faszinierend.“ Wie die Hubertusburg vor 20 Jahren ausgesehen habe, damals noch als Psychiatrie mit Gittern vor den Fenstern. „Und die Bausubstanz war unterirdisch“, erinnert sich der Sozialdemokrat, der mit heutigem Blick feststellen muss: „Das ist ein Schmuckstück, das wir in Gronau auch gut gebrauchen könnten.“ Und auch davon, welche Veranstaltungen die Wermsdorfer angesichts von „250 Jahre Hubertusburger Friedens“ ins Leben rufen, sind die Gronauer beeindruckt: „Davon könnten wir uns auch eine Scheibe abschneiden.“

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