Jugendausschuss: „Marienkäfer“ bleiben erhalten, andere Einrichtungen schließen

„Frechheit“ oder Notwendigkeit?

Nadine Winnefeld (l., mit Stephanie Klages) erläutert die Kita-Bedarfsplanung. Foto: Mosig

GRONAU Die Verantwortlichen der „Marienkäfer“ gingen nach der Sitzung des Ausschusses für Jugend, Familie, Soziales und Senioren „erstmal Sektchen trinken“, galt es doch, den Erhalt der Deinser Einrichtung zu feiern.

Einmütig empfahlen die Ausschussmitglieder, die 2012 ausgesprochene Kündigung zurückzunehmen, da nach dem Rückzug der Elterninitiative Eime (die LDZ berichtete) weiterhin Platzbedarf in der Samtgemeinde herrscht. Doch für Sven Jacob von der Elterninitiative Eime gab es noch Redebedarf während der Fragestunde. Er wollte wissen, ob die vorsorgliche Kündigung „seiner Einrichtung“ im vergangenen Jahr trotz 95-prozentiger Auslastung gerechtfertigt war und warum das Eimer Personal nur für ein Jahr in der Samtgemeinde beschäftigt wird. Verwaltungschef Rainer Mertens antwortete, dass die Entscheidung aufgrund der vorliegenden Zahlen gerechtfertigt gewesen war.

Bedarfsplanung

Und Mitarbeiterin Nadine Winnefeld ergänzte, dass die Bedarfsplanung in Zahlen gefasst wurde und dass sich die Mitarbeiter im nächsten Jahr auf freie Stellen in der Samtgemeinde bewerben können. Ausschussmitglied Volker Senftleben (SPD) fasste zusammen, dass das vergangene Jahr schwer gewesen sei, dass Schließungen aufgrund des Zahlenwerks aber vertretbar seien. Wie Winnefeld erläuterte, sinken die Kinderzahlen für Plätze von jetzt 363 auf 250 zum 1. September 2014 und steigen dann leicht bis 2016 auf 282 an. Für Ausschussmitglied Rainer Kuscha war Senftlebens Aussage „eine Frechheit, ein Schlag ins Gesicht für alle ehrenamtlich Tätigen“. Das wollte der Sozialdemokrat nicht so stehen lassen: „Wer mich kennt, weiß, dass ich das Ehrenamt mit Leidenschaft unterstütze.“

Ausreichend versorgt

Laut Nadine Winnefeld sei die Samtgemeinde mit Kindergartenplätzen ausreichend versorgt. Einen Wermutstropfen gebe es aber dennoch. Durch die Schließung des Kindergartens in Rheden zum 1. August, für den bereits keine Anmeldungen mehr vorliegen, und durch die Umwandlung einer Gruppe in Banteln in eine Krippengruppe müssen die Eltern sich darauf einstellen, weitere Fahrten in Kauf zu nehmen. Durch die Maßnahme in Banteln steigt aber die Versorgungsquote im Krippenbereich weit über das vom Land geforderte Maß. Für 60 Prozent der Kinder im Alter von ein bis drei Jahren kann eine altersübergreifende Betreuung sichergestellt werden.

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