Flachdachsanierung des evangelischen Kindergartens überfällig

Mit Föhn und Schippe gegen die Feuchtigkeit

Marianne Möller, Leiterin des evangelischen Kindergartens, zeigt die Spuren, die der andauernde Wasserschaden in vielen Räumen ihrer Einrichtung hinterlassen hat. Foto: Hüsing

GRONAU Das Flachdach des evangelischen Kindergartens ist undicht. Jeden Winter bangt die Einrichtungsleitung, schippt Schnee vom Dach und föhnt die Rohre trocken, damit sie nicht einfrieren. Bereits im Dezember 2011 haben die politischen Gremien einen Zuschuss für die Sanierung in Höhe von 131 400 Euro gewährt. Bislang haben die Arbeiten allerdings noch nicht begonnen.

„Wenn es so dringlich ist, warum wurden die Maßnahmen dann solange herausgezögert?“, fragt Hans-Gerhard Besser im Rahmen der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Jugend, Familie, Soziales und Senioren der Samtgemeinde nach. „Unsere Architektin hat sich zunächst auf den Bau der Krippe konzentriert, der sich aufgrund verschiedener Auflagen verschoben hat“, erzählt Marianne Möller, Leiterin des evangelischen Kindergartens, auf Nachfrage der LDZ. Insbesondere der Dachanschluss zu den bestehenden Gebäuden musste erst fertiggestellt werden. „Die Baugenehmigung des Landkreises ließ etwas auf sich warten, dann wurden die Auflagen des Brandschutzes erhöht“, berichtet Karl-Heinz Hjort. Er ist erst seit einem Jahr im Kirchenvorstand der St. Matthäi-Gemeinde und setzt sich nach und nach mit den Belangen auseinander. Durch die erhöhten Maßnahmen zum Brandschutz, beispielsweise der Einbau schwerer Türen und Luken, wird die Dachsanierung inzwischen wesentlich teurer veranschlagt als noch vor zwei Jahren. 147 000 Euro soll nun der Teil des Daches kosten, der unbedingt sanierungsbedürftig ist.

„In den Wasch- und Heizungsräumen, aber auch im Zimmer der Mitarbeiter sind Flecken unter der Decke“, zeigt Marianna Möller die Ausmaße des Schadens auf. Die Gruppenräume sind bislang noch nicht betroffen, aber im Zimmer für die spezielle Förderung der Vorschulkinder sind die braunen Flecken in den Ecken nicht zu übersehen. „Hier muss dringend etwas passieren. Mir bangt schon wieder vor dem kommenden Winter“, so die Leiterin der Einrichtung.

Im Frühjahr kommenden Jahres, hoffentlich ab März, sollen dann die Arbeiten beginnen. „Durch die erhöhten Kosten werden erst nur die beiden Bauabschnitte 1 und 2 saniert. Der dritte Abschnitt weist noch keine Schäden auf und hält hoffentlich noch ein paar Jahre“, sagt Marianne Möller nach Absprache mit Stephanie Klages, der zuständigen Fachbereichsleiterin der Gronauer Verwaltung.

„Was uns die Arbeiten genau kosten werden oder von welchem Zeitplan wir ausgehen dürfen, ist noch ungewiss“, bekräftigt Karl-Heinz Hjort. Das Dach würde von oben in Abschnitten von drei bis fünf Metern aufgedeckt und saniert – erst hierbei wird sich zeigen, wie stark eventuell auch die Balken bereits in Mitleidenschaft gezogen wurden: „Wir wissen nicht, ob welche verfault sind und ausgetauscht werden müssen.“

Da die Arbeiten im laufenden Betrieb erfolgen müssen, kann nicht das gesamte Dach in eins gemacht werden. „Die Kinder werden innerhalb des Gebäudes während der Bauzeit umziehen müssen“, ist sich Marianne Möller sicher. Sie hofft, das die Arbeiten schnellstmöglich durchgeführt werden. Im Dezember sollen nach Planungen von Karl-Heinz Hjort die Ausschreibungen beginnen, deren Arbeiten dann im Januar an die Fachfirmen vergeben werden sollen. „Ich hoffe auf Unterstützung durch die Verwaltung“, setzt Hjort auf gute Zusammenarbeit.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare