Gronauer Lachstage lassen Anglerherzen höher schlagen

Fliegenfischen im Fokus

Holger Lachmann aus Höxter bindet gerade eine Fliege: „Ziel ist es, die natürliche Nahrung der Fische zu imitieren.“

GRONAU Ein Paradies für Anglerfreunde sind nicht nur fischreiche Reviere, auch die Gronauer Lachstage gehören dazu. Hier erhalten sie fast alles, was das Anglerherz höher schlagen lässt. Im Lachszentrum auf der Leineinsel gab es am Wochenende Zeit für Gespräche, neueste Informationen und ein großes Angebot an Angelzubehör.

Zum mittlerweile dritten Mal ist Holger Lachmann aus Höxter dabei, der immer gerne in die Leinestadt kommt. Er schätzt besonders die familiäre Atmosphäre und dass der kommerzielle Gedanke im Hintergrund steht. Der 32-Jährige ist seit 20 Jahren Fliegenfischer-Fliegenbinder. Soll heißen: Mit Fingerspitzengefühl und viel Kreativität versucht er, mit seinen Fliegen die natürliche Nahrung der Fische zu imitieren. Dabei ähneln die meisten Exemplare keinesfalls einer Fliege. Einige muten einer Garnele an, andere einem bunten Korallenfisch. „Wichtig ist, dass der Beutereflex ausgelöst wird und die Fische beißen. Dabei sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt“, betont der Höxteraner und fügt hinzu: „Je besser die Fliegen gebunden sind, desto öfter können sie auch benutzt werden.“ Lachmann ist einer von 13 Fliegenbindern, die ihre Kunst bei den nunmehr dritten Gronauer Lachstagen präsentierten.

Die Veranstaltung genießt mittlerweile bundesweit einen guten Ruf: Hauptorganisator Günter Ohnesorge freut sich, dass nicht nur Besucher aus der Region sondern auch aus Göttingen, Hamburg und Stuttgart anreisten, um die Veranstaltung zu besuchen.

Hier drehte sich alles rund ums Fliegenfischen, die Königsdisziplin im Angeln. Und diese Kunst des Fischens will gelernt sein: „Es gibt viel zu beachten – die richtige Fliege, der Wurfstil und das Gewässer müssen zusammen passen“, weiß Günter Ohnesorge, selbst leidenschaftlicher Fliegenfischer: „Die Fliege darf nicht plump geworfen werden, schließlich gilt es, den Fisch zu überlisten. Wichtig sind Technik und Gefühl.“

Aus diesem Grund wurden international bekannte Werfer und Instrukturen eingeladen, die den Besuchern ihre Wurfstile und verschiedenen Wurfarten vorstellten. „Alles in allem wieder eine rundum gelungene Veranstaltung“, freut sich Günter Ohnesorge.

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