Eltern fordern eine positive Entscheidung von der Kreis-Politik / Am Donnerstag tagt der Kreisschulausschuss

Flagge zeigen für KGS-Oberstufe

„Auf zur Oberstufe“ – Lehrer, Schüler und Eltern stehen hinter ihrer Kooperativen Gesamtschule. Mit Buttons wollen sie ein Zeichen setzen.

GRONAU „Auf zur Oberstufe“ – mit Buttons will die Kooperative Gesamtschule (KGS) Gronau Flagge zeigen. Lehrer, Schüler und Eltern stehen hinter der KGS, deren Startschuss im Jahr 2009 gefallen ist. Inzwischen zählt die Kooperative Gesamtschule 840 Kinder und Jugendliche. Die Oberstufe ist beantragt. Doch die Entscheidung liegt zunächst bei der Politik des Landkreises Hildesheim. Bisher waren allerdings aus den Fraktionen des Kreistages sowie von Ratsmitgliedern aus den Nachbarkommunen auch kritische Stimmen zu hören.

Die Kooperative Gesamtschule wächst und wächst – gut so, dies war ja schließlich gewollt, als der Startschuss vor vier Jahren gefallen ist. Inzwischen werden Schüler in den Jahrgängen fünf bis neun in insgesamt 34 Klassen unterrichtet. Acht Klassen gehören dem Hauptschulzweig an, 15 zählen zum Realschul- und elf Klassen zum Gymnasialzweig. „Gemeinsam mit den Schülern der KGS sprechen jetzt bereits knapp 1 700 Erziehungsberechtigte“, heißt es von der Elternschaft der Schule, die eine ganze Reihe von Gründen zusammengetragen hat, weshalb die Einrichtung einer Oberstufe erforderlich ist. Immerhin habe sich der Kreistag durch seinen damaligen Beschluss, die KGS in der Leinestadt ins Leben zu rufen, bereits für eine Oberstufe ausgesprochen, erinnern die Eltern: „Nun ist der Zeitpunkt gekommen, das Versprechen einzulösen. Die Eltern und die Schüler der KGS Gronau vertrauen auf diese Aussage. Alles andere wäre nicht mit dem immer wieder betonten Elternwillen vereinbar.“ Die Schulgemeinschaft hat laut der Elternschaft ihren Part erfüllt: Die KGS-Schüler würden ein familiäres und freundliches Umfeld in ihrer Schule vorfinden, Eltern würden sich gern in die Schularbeit einbringen, ihre Anregungen seien gewollt. Zudem steht inmitten dieser Gemeinschaft ein 400 Mitglieder starker Förderverein, der die Schule unterstützt, ja sogar Betreiber der Mensa mit fünf festangestellten Mitarbeitern ist. „Eine erfolgreiche Schule wie die KGS, die sich durch eine konzeptionelle und inhaltlich gute Arbeit auszeichnet, was uns die Anmeldezahlen belegen, hat nach Ansicht des Schulelternrates die Einrichtung einer Oberstufe zur logischen Folge“, fordern die engagierten Eltern. Die KGS – in die der Schulträger mehrere Millionen Euro investiert hat und für die er beispielsweise mit dem bald fertiggestellten Fachtrakt die Bedingungen weiter optimiert – sei eine „echte Alternative“ zu anderen Schulsystemen. Diese Wahlfreiheit beinhalte für Eltern und Schüler allerdings auch die Sicherheit einer Beschulung von der fünften bis zur zwölften Klasse. Ziel der Gronauer Gesamtschule sei, die Schüler zu einem bestmöglichen Abschluss zu führen. Doch: „Ohne Oberstufe wäre dies nicht möglich und kann so auch nicht politisch gewollt sein“, sind die Eltern überzeugt. Das pädagogische Konzept der Gronauer Gesamtschule sieht unter anderem Durchlässigkeit, Kontinuität und individuelle Kompetenzerweiterung vor. Das Individuum und seine Kompetenzen stehe im Mittelpunkt. Gelebt wird dies etwa dadurch, dass Schüler des Realschulzweiges am gymnasialen Unterricht teilnehmen, wenn besondere Begabungen in einem Fach vorliegen oder auch nach der zehnten Klasse in die Sekundarstufe II wechseln können, wenn sie die erforderlichen Qualifikationen mitbringen. Am morgigen Donnerstag wird sich der Kreisschulausschuss im Großen Sitzungssaal des Themas erneut annehmen. Beginn der Sitzung, zu der sich auch Gronauer Publikum einfinden wird, ist um 16 Uhr.

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