Fischereiverein Gronau verzeichnet in Corona-Zeiten einen „Run“ auf Gastkarten

Angeln ist gerade beliebter denn je

Hier dürfen nur Mitglieder angeln: Gewässerwart Sven Gebel (l.) und Mario Häse, Vorsitzender des Fischereivereins Gronau, begutachten den Wallenstedter See.
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Hier dürfen nur Mitglieder angeln: Gewässerwart Sven Gebel (l.) und Mario Häse, Vorsitzender des Fischereivereins Gronau, begutachten den Wallenstedter See.

Wallenstedt – In Zeiten von Corona ist nicht nur das Fahrradfahren angesagt, auch das Angeln boomt. Das merkt auch der Fischereiverein Gronau, der seither vor allem eine ganze Reihe an Gastkarten verkauft hat, wie Vorsitzender Mario Häse berichtet. 

Zwar zeige sich der Zuwachs noch nicht so stark bei den Mitgliederzahlen – hier werden bisher vier neue Mitglieder gegenüber dem Vorjahr verzeichnet – doch es gibt einen regelrechten „Run“ auf die Gastkarten, mit denen Nicht-Mitgliedern das Angeln ermöglicht wird. Wer eine Fischereiprüfung abgelegt hat, kann die Gastkarte käuflich erwerben und dann an ausgewählten Seen und der Leine angeln.

Als der Verein mit dem Verkauf der Gastkarten über das Internetportal vor zwei Jahren anfing, habe man zum Start gerade einmal zwei Stück verkaufen können, resümiert Häse. Im vergangenen Jahr wurden dann schon 26 Gastkarten verkauft. Rund 110 Gastkarten wurden hingegen allein jetzt bis Anfang Oktober verkauft. Beim Verkauf über regionale Partner habe man 50 Prozent an Mehreinnahmen im Vergleich zum Vorjahr, so Häse. 

„Die größten Auswirkungen hat sicherlich der erhöhte Angeldruck auf die Gewässer“, sagt Gewässerwart Sven Gebel. Denn mehr Angler und Gastangler bedeuten schließlich auch, dass mehr Fische gefangen werden und im Gewässer fehlen. „Hier müssen wir bei den nächsten Besatzmaßnahmen im Herbst und Frühjahr größere Besatzmengen an Fisch und folglich auch mehr Geld einplanen“, erklärt Gebel.

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