Erste Gronauer „grüne Hausnummer“ wird an Thorsten Scholz verliehen

Sichtbares Zeichen nach außen, das Nachahmer anlocken soll

Sabine Pasemann von der Klimaschutzagentur übergibt die Auszeichnung an Thorsten Scholz (rechts). Der stellvertretende Bürgermeister Günter Falke gratuliert.
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Sabine Pasemann von der Klimaschutzagentur übergibt die Auszeichnung an Thorsten Scholz (rechts). Der stellvertretende Bürgermeister Günter Falke gratuliert.

Gronau – „Die grüne Hausnummer ist ein Zeichen nach außen, um eine gelungene Sanierung oder einen Neubau sichtbar zu machen“, so die Architektin Sabine Pasemann von der Klimaschutzagentur Hildesheim, die im Landkreis die Auszeichnung im Namen der Landesklimaschutzagentur vergibt. Nun war Pasemann in Gronau zu Gast, um die Hausnummer an Thorsten Scholz zu überreichen. Sein Bau an der Georgstraße erfüllt alle Kriterien.

„Ich hoffe, Sie werden darauf angesprochen. Und ich hoffe auch, dass es Nachahmer gibt“, so Pasemann. Auch der stellvertretende Bürgermeister Günter Falke gratulierte Scholz für seinen Mut, sich des ehemaligen ZOB-Geländes angenommen zu haben: „Wir brauchen Wohnraum, und Ihnen ist in der Innenstadt ein Meilenstein gelungen.“ 

Das Haus wird zu 75 Prozent mit Sonnenenergie geheizt, die Solarenergie kann sogar gespeichert werden. Durch ein neues Lüftungssystem, durch das man theoretisch nie die Fenster öffnen muss, sind die Wohnungen im Winter warm und im Sommer kühl. Das Kellergeschoss ist nach oben gedämmt und der Aufzug ist mit einem Klappsystem so konzipiert, dass es über den Schacht zu keinen Wärmeverlusten kommt. Vor dem Haus ist noch eine Autoladestation angedacht. Mittlerweile gibt es im Landkreis Hildesheim 36 „grüne Hausnummern“ – in Gronau ist dies die erste. – flo

Was ist die „grüne Hausnummer“?

Die „grüne Hausnummer“ ist eine Auszeichnung der Klimaschutz- und Energieagentur und ihrer regionalen und kommunalen Partner. Sie zeichnet Gebäudeeigentümer aus, die besonders energieeffizient gebaut oder saniert haben und honoriert damit ihren Einsatz für den Klimaschutz. Inzwischen hängen in Niedersachsen schon über 1 000 „grüne Hausnummern“. Eigentümer, die ihren Neubau mindestens als Effizienzhaus 55 fertiggestellt oder ihren Altbau energieeffizient saniert haben, können sich bewerben.

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