Grund für Tempolimit: Schäden an der Fahrbahn der Brücken-Dehnungsfugen

Erst 50, dann 70 – und wieder 50

Im Zuge der Herstellung der Entlastungsstraße ist die Brücke – eine der größten Gronaus – entstanden. Dies liegt inzwischen schon über zehn Jahre zurück. Zuletzt mussten im Jahr 2006 Mängel an der Asphaltdecke behoben werden. Fotos: Klein

GRONAU So mancher Autofahrer hat sich vielleicht schon gewundert: Auf der Umgehungsstraße herrscht ein Tempolimit von 50 Stundenkilometern. Kurz danach darf wieder 70 km/h gefahren werden – aber dann, in Höhe des Schulzentrums und der Feuerwehrausfahrt, müssen Verkehrsteilnehmer ihre Geschwindigkeit auf 50 km/h drosseln. Was es mit diesem Tempo-Wirrwarr auf sich hat, wird im Gespräch mit der Verwaltung deutlich.

„Es ist uns natürlich ein Anliegen, die Geschwindigkeit auf der Entlastungsstraße wieder auf 70 km/h zu bringen“, verdeutlicht Ordnungsamtsleiterin Stephanie Klages auf Nachfrage der LDZ: „Die Entlastungsstraße dient ja dazu, schneller von A nach B zu kommen.“ Das 50er-Tempolimit vor der Brücke soll also wieder verschwinden. Der Grund für diese Geschwindigkeitsbegrenzung sind die Dehnungsfugen der Brücke, die vor über zehn Jahren im Zuge der Herstellung der Entlastungsstraße gebaut wurde. Wie Maik Götze von der Verwaltung informiert, sind dort Instandssetzungsarbeiten an den Fugen geplant. Finanzielle Mittel seien bereits für das vergangene Jahr angemeldet worden. Das Vorhaben aber hat sich verzögert: zum einen angesichts personeller Kapazitäten, zum anderen angesichts des noch immer vorgesehenen Tausches der Entlastungs- sowie der Hauptstraße mit dem Land.

Bei einer Begutachtung zur Vorbereitung der Instandsetzungsarbeiten im Herbst vergangenen Jahres ergab sich für die Verwaltung jedoch ein anderes Bild. „Die Schäden waren gravierender“, erläutert Maik Götze auf Nachfrage der LDZ. In der Fahrbahn haben sich Risse gebildet, Profile haben sich verformt. Eine Notreparatur hat der Baubetriebshof bereits vorgenommen. „Wir haben zudem die Geschwindigkeit herabgesetzt“, begründet Maik Götze das Tempolimit. Er stellt jedoch klar, dass dieses lediglich dazu dient, den Schaden an der Fahrbahn gering zu halten. „Die Statik ist keineswegs betroffen“, sagt er: Gefahr bestehe demnach nicht. Erst im Sommer 2013 hat ein Schwerlasttransporter die Brücke – eine der größten Gronaus – passiert. Ein Ingenieur prüfte sie vorab – erst als er grünes Licht gab, durfte der Schwerlasttransporter die Entlastungsstraße nutzen. Es ist aber nicht das erste Mal, dass auf der Brücke Arbeiten nötig werden: Im Jahr 2006 mussten Mängel an der Asphaltdecke beseitigt werden. Seitdem ist das Bauwerk mängelfrei. Jetzt prüft die Verwaltung die Bauunterlagen der Brücke, um zu klären, ob eine Instandsetzung der Dehnungsfugen ausreicht oder ob eine größere Maßnahme erforderlich wird.

Erst wenn das Vorhaben abgeschlossen ist, dürfen Verkehrsteilnehmer wieder 70 km/h fahren. Nur im Bereich des Schulzentrums und der Feuerwehrausfahrt bleibt es nach wie vor beim 50er-Tempolimit. Wie Fachbereichsleiterin Stephanie Klages mitteilt, steht die Sicherheit an oberster Stelle.

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