Nach arbeitsintensiver Schulung: 21 Jugendliche erhalten im Rahmen eines Gottesdienstes die Juleica-Zertifikate

Erfolgreich fürs Ehrenamt gebüffelt

Hurra, geschafft: Nach der einwöchigen Schulung im Sommer nehmen jetzt 21 Jugendliche im Rahmen eines Gottesdienst in der St. Matthäi-Kirche die Juleica-Zertifikate entgegen. Diese Ausbildung ermöglicht es den Jugendlichen, in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen qualifiziert tätig zu werden. Foto: Appel

GRONAU „Euer Herz schägt für die Arbeit mit Kindern oder das Engagement für Jugendliche. Mit Eurem Einsatz, sorgt Ihr dafür, dass andere etwas Schönes erleben“ – mit diesen Worten würdigte Diakonin Anne Basedau beim Gottesdienst am Freitagabend in der St. Matthäi-Kirche Gronau den Einsatz von 21 Jugendlichen, die sich künftig auf die eine oder andere Weise in Jugendgruppen einbringen wollen.

Es sollten nicht die letzten Worte des Lobes und der Anerkennung der Diakonin in Richtung der 15- bis 23-Jährigen sein. Denn in den zurückliegenden Sommerferien hatten sich die Jugendlichen mit Sack und Pack aufgemacht, um sich in Plön das Rüstzeug für die Leitung von Jugendgruppen anzueignen. Arbeitsintensive Tage hatten sie in der Holsteinischen Schweiz erlebt, um in 50 Ausbildungsstunden die rechtlichen, pädagogischen und methodischen Grundlagen für die Arbeit und den Umgang mit Kindern und Jugendlichen zu erlernen. Themen wie die Planung von Gruppenstunden, Kindeswohlgefährdung, Leitungsstile und Gruppenphase waren ihnen von Gunter Freimann von der KGS, Anne Basedau sowie Regjina Palokaj vom JUZ sowie einigen erfahrenen Jugendgruppenleitern vermittelt worden. Juristisch klärte Alexander Peetz etwa zu Fragen der Aufsicht auf. Kurzum: Die 21 Jugendlichen haben sich die Zertifikate zur Jugendgruppenleiter-Card (Juleica) redlich verdient, die sie schließlich im Rahmen des Gottesdienstes erhielten.

Viel erlebt und gelernt

„Ihr habt gemeinsam viel erlebt und trotz aller Unterschiedlichkeiten einander angenommen“, warf Basedau zuvor nochmals einen Blick zurück. „Euch vereint das ehrenamtliche Engagement für andere. Ihr nutzt Eure Gaben dafür, dass andere etwas Schönes erleben“, betonte sie. Und so unterschiedlich die Stärken der einzelnen ausgebildeten Jugendlichen auch sind – etwa vom handwerklichen Geschick, über organisatorische Fähigkeiten bis hin zum Lösen von Konflikten –, so einheitlich begeistert berichteten sie von der einwöchigen Schulung. „Die ganze Gruppe hat sich richtig toll verstanden“, berichtete beispielsweise Sujata Piepho von Freundschaften, die in Plön entstanden sind. „Ich habe viel dort gelernt. Es war wirklich sehr interessant und nie langweilig“, rät sie jedem interessierten Jugendlichen zur Juleica-Ausbildung. Marcel Arnecke, der sich künftig im JUZ einbringen möchte, bestätigte dies: „Die Juleica wurde mir empfohlen. Und der Inhalt wie auch die Stimmung bei der Ausbildung war wirklich gut“, sagt der 18-Jährige. Gut war die Stimmung sicherlich auch im Anschluss an den Gottesdienst beim Empfang der Gruppe im JUZ. „Die Schulung war nur durch das Engagement des Netzwerks ,Kinder und Jugendarbeit’ in Gronau möglich“, betonte Basedau die Bedeutung des Verbunds von Jugendzentrum, Kirchengemeinde und den weiterführenden Schulen in der Leinestadt. Die Juleica-Schulung erfolgreich absolviert haben: Finja Achilles, Marcel Arnecke, Nele Bollmann, Laura Brinkmann, Leah Döring, Anna Engelmann, Chiara Fritz, Michael Gantowski, Elisabeth Hagena, Chantal Heintz, Yasmin Hoppe, Patrick Kirsch, Tobias Panke, Tharek Piepenbrink, Sonia Piepho, Sujata Piepho, Fridjof Poguntke, Fee-Maxime Reuschel, Johanna Saalfeld, Lea-Jacqueline Stephan und Lara Wiechers.

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