Brände, Unfälle und Co.: Gronaus Ortsfeuerwehr rückt 109 Mal zum Einsatz aus / Neue Kräfte akquiriert

Ein ereignisreiches 135. Jahr

Gute ausgebildete und treue Brandschützer: Auch Ehrungen und Beförderungen stehen bei der Ortsfeuerwehr Gronau wieder auf dem Programm. Foto: Hoffmann

GRONAU Neben der Wahl der Führungsspitze standen Ehrungen und Beförderungen sowie ein Blick auf das vergangene Jahr im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung der Ortsfeuerwehr Gronau.

Im vergangenen Jahr konnte die Ortsfeuerwehr ihr 135. Bestehen mit einem Tag der offenen Tür feiern. „Das Wetter meinte es an diesem Tag aber besonders gut, denn die Außentemperatur lag bei fast 40 Grad, was schließlich für alle, egal ob Musiker oder die Mannschaft hinter dem Grill, eine zusätzliche Anstrengung bedeutete. Erfreulicherweise konnten wir an diesem Tag erstmals fünf Kinder aus der im Jahr 2012 gegründeten Kinderfeuerwehr in die Jugendfeuerwehr übernehmen. Die Altersabteilung erhielt ebenfalls Unterstützung. Es wechselten Rolf Flach und Lothar Paland nach über 40- beziehungsweise 50-jähriger Tätigkeit in die Altersabteilung“, begann Markus Hüffner als „Noch-Stellvertreter“ den Jahresrückblick. Dazu konnten anlässlich des Tags der offenen Tür der Feuerwehr mit allen Feuerwehren der Samtgemeinde in der Innenstadt und der internen Jubiläumsfeier mit allen Abteilungen und Förderern in der Mehrzweckhalle Eime, neue Einsatzkräfte verpflichtet werden. Somit erhöhte sich im vergangenen Jahr die Zahl der ausgebildeten und tauglichen Atemschutzträger auf 32, darunter auch drei Frauen. „Diese Zahl dürfte derzeit in unserer Umgebung von keiner Feuerwehr zu übertreffen sein“, so Hüffner. Dass die Ausbildung von großer Bedeutung ist, musste auch 2015 bei 109 Einsätzen unter Beweis gestellt werden, darunter 24 Brandeinsätze, 15 ausgelöste Brandmeldeanlagen, sechs Brandsicherheitswachen und viermal Unterstützung zum Rettungsdienst.

Sieben Unfälle

51 Mal wurde die Ortsfeuerwehr zur technischen Hilfeleistung alarmiert, darunter waren auch sieben Verkehrsunfälle sowie eine Personenrettung aus einem Düngerstreuer in Eberholzen. Drei Verkehrsunfälle waren dabei alleine an einem Tag. Im Mai fand an der ehemaligen Realschule eine Großübung mit etwa 250 Einsatzkräften statt. Dabei wurde ein Massenanfall von Verletzten dargestellt.

Im vergangenen Jahr waren auch die Brandschutzerzieher wieder in der Samtgemeinde unterwegs. So wurden 434 Kinder und 46 Erwachsene geschult. „Es war eigentlich ein ruhiges Jahr, aber auch ein Testjahr, da ich vier Monate aus gesundheitlichen Gründen nicht anwesend war. Umso mehr freut es mich, dass es so super mit allen Terminen geklappt hat“, berichtete Brandschutzerzieherin Christa Köllemann.

Brandschutzerziehung

Das Aktionsfeld der Brandschutzerziehung werde immer größer: Waren es anfangs nur Kindergärten und Schulen, so reicht es jetzt von zweijährigen Kindern bis ins hohe Alter. So sind die Brandschutzerzieher für Erwachsene, AGs in Ganztagsschulen, Menschen mit Handicap und Senioreneinrichtungen unterwegs. Dazu kommen in Zukunft noch die Schulungen der Flüchtlinge. Das Angebot der Brandschutzerziehung ist kostenfrei und es bestehen noch freie Zeiten.

Die musikalische Unterstützung der Jahreshauptversammlung wurde wieder vom Musikzug Gronau übernommen. „Ein Dank geht an die Feuerwehr für die gute Zusammenarbeit. Es war zwar schon ganz schön schwierig mit der Feuerwehr, aber nach einer Aussprache sind wir wieder auf dem richtigen Weg“, so Musikzugführer Andreas Reck. Auch Gemeindebrandmeister Frank Kirchner bezeichnete den Musikzug als starke Stütze der Feuerwehr. „Bei der Kinder- und Jugendfeuerwehr ist es wie mit einem Gärtner, der etwas gesät hat und es nun Früchte trägt. Die Altersabteilung ist die tragende Stütze. Ich bin froh, wenn ich fragen kann, wie es früher war“, so Kirchner.

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