Gronauer „Herbstzauber“ lockt Menschen in die Innenstadt

Entschleunigter Einkaufsbummel

Herbstliche Blumen und Dekorationsideen werden auf der Gronauer Hauptstraße angeboten.

GRONAU Der Herbst ist eine besinnliche Jahreszeit, und genauso präsentierte sich der „Herbstzauber“ am gestrigen Nachmittag: „Entschleunigt“ scheint das richtige Wort. Da spaziert über die Hauptstraße ein Akkordeon-Spieler, und die örtlichen Geschäfte, wie Melittas Schmuckkästchen, haben sich schon ganz der herbstlichen Dekoration verschrieben, mit der die Menschen die eigenen vier Wände gemütlich machen können.

Um sich vom Shopping-Erlebnis zu erholen und zu stärken, hatte Heinz Kerner wieder, das ist gute Tradition, seinen Grill aufgestellt. Auch die Bürger-Initiative „Zukunft Gronau“ (BI) tritt mit einem neuen, gemäßigteren Slogan auf. Statt von Verhinderung zu sprechen, was ihnen von Seiten der Fachmarktzentrum-Befürworter häufig vorgeworfen wird, warben sie an ihrem Stand mit dem Schlagwort: „Wir fordern einen Drogeriemarkt für Gronau!“ BI-Sprecher Lars Wedekind erklärte, dass dieser Plan schon längst hätte verfolgt werden müssen. Ansonsten wunderte er sich, dass es seit einigen Wochen ruhig um das Thema geworden ist: „In Sachen Flächennutzungsplan müsste aus den Reihen der Politik jetzt langsam mal wieder etwas kommen.“ Als Aktion für Kinder bot die BI an, eine Leiter – das Symbol der Initiative – magentafarben anzusprayen. „Die Leiter soll uns dann bei unseren kommenden Veranstaltungen begleiten“, so der Sprecher. Kinder standen auch an anderen Stellen im Vordergrund: Etwa bei der Freiwilligen Feuerwehr, die über ihre Arbeit informierte, bei „Kimo – Mode für Kids“, wo gemalt werden konnte, oder beim neuen Büchereiverein, der angeboten hatte, für Kinder ein „Bilderbuchkino“ zu veranstalten. Hier wurden Dias von Büchern wie „Lauras Stern“ gezeigt. Das Angebot richtete sich an Familien. Eltern konnten ihre Kinder hier während des Einkaufs bespaßen lassen... ganz entschleunigt eben.

Der „Herbstzauber“ ist stark vom Wetter abhängig, und so hatten die Veranstalter vom Verein für Handel und Gewerbe Glück. Die Innenstadt war gut gefüllt, auch, wenn keine Massen kamen, doch die Konkurrenz war diesmal durch den „goldenen Sonntag“ in Alfeld und das Einbecker Eulenfest gegeben. So war es alles in allem ein entspannter Tag. Nur – eine einzelne Kritik gab es an der Situation in der Innenstadt. Eine Rollstuhlfahrerin mahnte gegenüber der LDZ an, dass es für Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen keine Toiletten gebe.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare