Drei stadtbildprägende Mauern umfangreich saniert / Und das Beste: Kosten von 80 000 Euro unterschritten

„Ensemblebild wieder aufwerten“

Marcell Höppner von der Gronauer Verwaltung ist mit dem Ergebnis zufrieden. Fotos: Klein

GRONAU Drei stadtbildprägende Mauern Gronaus erstrahlen in neuem Glanze – knapp 77 000 Euro sind in die aufwändige Sanierung geflossen. Das Ergebnis bezeichnet Marcell Höppner von der Gronauer Verwaltung als „wunderschön“. Und das Beste: Die ursprünglich geplanten Kosten von etwa 80 000 Euro sind sogar unterschritten worden.

„Wir wollten das schöne Ensemblebild wieder aufwerten“, deutet Marcell Höppner auf die Mauer am Gronauer Stadtmuseum hin. Bisher war sie kaum zu erkennen gewesen, der Efeu hatte das Mauerwerk in seinen Besitz genommen – und teilweise erhebliche Schäden angerichtet. „In Teilbereichen waren die Sanierung dadurch schon umfangreicher“, informiert er über die aufwändigen Arbeiten. Umso größer ist nun die Freude darüber, dass die Kosten trotzdem geringer ausfallen als geplant. Knapp 77 000 Euro hat die „Aufhübsch“-Aktion gekostet, wobei die Stadt Gronau in den Genuss eines Zuschusses der Leader-Region in Höhe von rund 30 000 Euro kommt.

Begonnen wurde mit der Sanierung der drei Mauern Ende des vergangenen Jahres. Doch angesichts des langen Winters haben sich die Arbeiten verzögert, so dass diese erst im Juni abgeschlossen wurden. Fehlstellen im Mauerwerk sind ausgebessert, lose Steine neu eingesetzt und die Fugen erneuert worden. „Viel altes Ziegelmauerwerk musste ausgestemmt werden“, teilt Marcell Höppner mit – besonders in der Mauer zum Bockhof. Dort befinden sich noch immer alte Steine, die angesichts ihrer Form den Schluss zulassen, einmal einen anderen Platz gehabt zu haben. Doch woher genau sie stammen und vor allem aus welcher Zeit, sei heute kaum noch festzustellen. Die für die beiden Bruchsteinmauern verwendeten Materialien stammen aus dem Mauerwerk selbst und wurden wiederverwertet. Zum Schutz vor Feuchtigkeit haben beide Mauern zudem eine neue Abdeckung erhalten. Auch ist die Museums-Mauer nun auch auf einer einheitlichen Höhe.

Zur dritten stadtbildprägenden Mauer Gronaus zählt die zum Nordwall. Allein an dieser mussten rund 480 Steine ausgestemmt und ausgetauscht werden.

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