Bauarbeiten an der Schulstraße haben begonnen / Einmündungsbereich soll Platzcharakter erhalten

„Eine Wunde in der Gemeinde“

Eine provisorische Wegführung soll helfen, Fußgängern – allen voran Kindern – ein sicheres Passieren der Baustelle zu ermöglichen. Fotos: Klein

BETHELN „Das war schon eine Wunde in der Gemeinde“, blickt Bethelns Bürgermeister Werner Achilles auf die Schulstraße: „Die Einmündung hier war ja fast so breit wie eine Autobahn“, scherzt er zwar, weist zugleich aber auf die Gefahren in diesem Bereich hin. Doch dies soll bald der Vergangenheit angehören: Die Baufahrzeuge sind längst angerückt, um die Oberfläche der Straße zu sanieren und das Entree der Straße mit einem Platzcharakter aufzuwerten.

„Wenn wir die Schulstraße anfassen, war uns klar, gleich auch dem Platz im Einmündungsbereich ein höheres Ansehen zu geben“, teilt Maik Götze von der Samtgemeinde-Verwaltung auf der Baustelle mit. Die Arbeiten haben längst begonnen, lediglich der Winter hat diese inzwischen um eine Woche zurückgeworfen. Jetzt wird die Schottertragschicht eingebaut. Für Fußgänger, vor allem für Schulkinder, ist bereits eine provisorische Wegführung eingerichtet worden.

In dieser Woche sollen die Borde gesetzt werden. Danach bekommt der Platz seine Pflasterung. „Dieser Bereich bleibt weiterhin ein Parkplatz“, beruhigt Maik Götze. Wohl aber soll der Bereich aufgewertet werden. Dazu gehört auch eine unterirdische Elektroverkabelung. Wie Bürgermeister Werner Achilles ergänzt, soll auch die nahe gelegene Bushaltestelle an die Straßenbeleuchtung angeschlossen werden. Erhalten bleiben soll zuden der sieben Meter tiefe Brunnen auf dem Platz, an den sich Bethelns Bürgermeister noch gut erinnern kann. Eimerweise wurde das Wasser aus dem Brunnen geschleppt. Dank der Familie Maas soll der historische Brunnen die Schwengelpumpe erhalten und somit an längst vergangene Zeiten erinnern.

Sind die Borde gesetzt, soll es mit den Fräsarbeiten der Schulstraße weitergehen. Laut Maik Götze werden vier Zentimeter des Straßenbelags abgetragen, bevor die neue Asphaltdeckenschicht auf die Fahrbahn kommt. Während der Bauarbeiten kann es für den Fahrzeugverkehr zwar zu Behinderungen kommen, gesperrt werden soll die Straße aber nur beim Asphaltieren, und auch dann nur für 24 Stunden.

Saniert wird die Oberfläche der Schulstraße in zwei Bauabschnitten: bis Dünhagen, einschließlich des Kreuzungsbereichs, und später die weitere Schulstraße bis zur Nordstraße. Die Oberflächensanierung sei nötig, wie Maik Götze auf die Schäden, etwa auf den Materialwechsel, die Rissbildung und Ausmagerung, hinweist. 83 000 Euro investiert die Gemeinde Betheln in die Sanierung, die bis Ostern abgeschlossen sein soll – vorausgesetzt das Wetter spielt mit. Dauerregen und Frost könnten die Bauarbeiter jetzt nicht gebrauchen.

Große Sprünge kann die Gemeinde Betheln angesichts ihrer Haushaltslage eigentlich nicht machen. Ermöglicht wurde die Sanierung des ersten Bauabschnitts etwa durch Grundstücksverkäufe. Der zweite Bauabschnitt aber kann erst in Angriff genommen, wenn weitere Gelder zur Verfügung stehen. „Wir merken in vielen Mitgliedsgemeinden, dass das Thema Straßen ganz groß ist“, teilt Maik Götze mit. Angesichts desolater Haushaltslagen aber müssten Maßnahmen oft verschoben werden. Wie Werner Achilles anmerkt, hat es bereits eine Gestaltung des Bereichs der Schulstraße gegeben. Im Rahmen der Dorferneuerung sollte der Plan umgesetzt werden. Doch: „Mangels Masse hatten wir dann kein Geld mehr.“

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