Nach der Landtagswahl ist vor der Bundestagswahl: Im Gespräch mit CDU und SPD

Eine Chance für die Region?

Oliver Schmidt (CDU): „Die Tränen sind nun getrocknet. Unser Kandidat hat gewonnen.“

„Die Partei tobt“, eröffnet Rainer Wachalski das Gespräch. Der Vorsitzende des SPD-Samtgemeindeverbands ist mit dem Wahlergebnis seiner Partei „rundum zufrieden“. „Der Abend war für mich sehr spannend. Ich bin froh, dass Waltraud Friedemann für den Wahlkreis Alfeld angetreten ist“, sagt Rainer Wachalski. Sie habe zum Gesamtergebnis der SPD vieles beigetragen und sich dichter an das Wahlergebnis des CDU-Abgeordneten Klaus Krumfuß, der den Wahlkreis für sich gewinnen konnte, herangearbeitet.

Das Abschneiden der FDP auf Landesebene sei jedoch eine Überraschung. Eine Analyse der Wahlergebnisse Gronaus fällt Rainer Wachalski noch schwer: „Durch die Zweitstimmen-Kampagne der FDP verschwimmen die eigentlichen Ergebnisse.“ Er freut sich, dass mit Stephan Weil der Kandidat Ministerpräsident in Niedersachsen werden kann, der sich für die Belange der Kommunen einsetzen will. „Weil hat bei seinem Besuch in Alfeld versprochen, dass er die Kommunen besser unterfüttern wird“, weist Wachalski auf ein Wahlversprechen hin.

Die Wahlbeteiligung von 55,4 Prozent in Gronau sieht er mit gemischten Gefühlen: „Es sind mehr Menschen zur Wahl gegangen, aber es ist schade und nicht nachzuvollziehen, warum ein so großer Anteil der Bürger ihr Wahlrecht nicht wahrgenommen hat.“ Für die Bundestagswahl ist Wachalski pragmatisch: „Wir müssen uns alle engagieren und gute Arbeit leisten“, appelliert er parteiübergreifend. Den Wahlsieg der SPD sieht er jedenfalls als eine große Chance für die Region.

Oliver Schmidt (CDU): „Die Tränen sind nun getrocknet. Unser Kandidat hat gewonnen.“

Oliver Schmidt hingegen kann sich über den Wahlsieg des CDU-Kandidaten freuen. Der Vorsitzende des CDU-Samtgemeindeverbands ist froh, dass „unser Kandidat drin ist“. Dennoch hat er sich für seine Partei mehr erhofft. Seiner Ansicht nach haben an diesem Sonntag alle Parteien gewonnen, außer die SPD: „Für rot ist das Ergebnis kein echter Erfolg, dennoch dürfen sie jubeln.“ Oliver Schmidt empfindet es als sehr ärgerlich, dass der CDU ein Sitz fehlt, und ist über das hohe Ergebnis der FDP überrascht. „Ich würde für niemanden einen Trend für den Bund sehen“, verdeutlicht er allerdings. „Ich bin brennend daran interessiert, wie die Koalitionsverhandlungen laufen werden und gehe von harten Verhandlungen aus“, sagt Schmidt. Eine große Koalition im Landtag hält er jedoch nicht für realisierbar.

Dass die Zweitstimmenwahl in Gronau an die SPD geht, ist für ihn keine Überraschung, dennoch bedauert er, dass Klaus Krumfuß demnächst nur von der Oppositionsbank wirken kann: „Er leistet für seine Heimatregion hervorragende Arbeit“, bescheinigt im Oliver Schmidt.

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