Ortsfeuerwehren der Samtgemeinde präsentieren sich in Gronaus Innenstadt / Brandschützer betonen das „Wir-Gefühl“

Einblicke in eine faszinierende Welt

Ausprobieren erwünscht: Interessierte nutzen die Gelegenheit, die technischen Geräte der Feuerwehr näher kennenzulernen.

GRONAU Wer die Feuerwehr ist und vor allem, was sie leistet – das konnten Bürger der Samtgemeinde Gronau und alle Interessierten am gestrigen Sonntag hautnah erfahren und erleben. Als Feuerwehr zum Anfassen und Mitmachen präsentierten sich alle 15 Ortswehren der Samtgemeinde mit Fahrzeugen, Gerätschaften, Musikzügen sowie Kinder- und Jugendabteilungen mitten in der Innenstadt der Bevölkerung.

Ein informativer und abwechslungsreicher Tag für die Besucher sollte es sein – und ein lockerer Tag für die Brandschützer, um sich und ihr Ehrenamt zu präsentieren und mit den Bürgern ins Gespräch zu kommen. Und die Idee ging auf. Groß und Klein, Alt und Jung, nutzten die Gelegenheit, Fragen zu stellen, die unterschiedlichen Fahrzeuge zu inspizieren, sich selbst einmal an Spreizer und Schere zu versuchen und das komplette Leistungsspektrum der Brandschützer kennenzulernen.

Ein Stück weit konnte nachempfunden werden, was die ehrenamtlichen Helfer leisten und, dass neben einem hohen Ausbildungsgrad und versiertem Umgang mit technischen Gerät auch Nervenstärke und Teamgeist gefordert sind, um in den rund 150 Einsätzen pro Jahr zu bestehen.

Apropos Teamgeist: Dass das „Wir-Gefühl“ bei den Blauröcken in der Samtgemeinde groß geschrieben wird, betonte Samtgemeindebrandmeister Frank Kirchner: „Es geht nur gemeinschaftlich. Und dieses große Wir-Gefühl wollen wir auch heute zeigen.“ Das „Wir“ sind die rund 450 Aktiven, 120 Kinder und Jugendlichen und 115 Musiker sowie die Alterskameraden der Ortswehren der Samtgemeinde. Damit sei man personell noch gut aufgestellt, erläuterte Kirchner. Dennoch betonte er angesichts der Vielfalt an Herausforderungen und des demografischen Wandels: „Wir brauchen Kameraden. Helfen Sie uns als Aktiver oder als Förderer! Was wir bieten sind unter anderem eine hervorragende Ausbildung und die Integration in eine gut funktionierende Gruppe“, rührte er die Werbetrommel.

Auch den Ausrüstungsstand der Gronauer Brandschützer bezeichnete Gemeindebrandmeister Frank Kirchner als gut – was allerdings auch seinen Preis habe. Doch: Die Eigensicherung wird großgeschrieben.

Ausdrücklich betonte Kirchner auch die gute Zusammenarbeit mit der Kommunalpolitik. So beispielsweise im Kontext Feuerwehrbedarfsplanung, „etwas, was ich jedem wärmstens empfehle“. Auch hinsichtlich der Fusion machen die Brandschützer der beiden Samtgemeinden ihre Hausaufgaben.

Dass die Brandschützer nicht nur die mittelfristige Zukunft im Blick haben, verdeutlichte sich auch an der Informationsmeile in der Innenstadt: Zentral gelegen präsentierten sich die Kinder- und Jugendfeuerwehren mit Spaß und Spiel.

Für gute Laune sorgten zudem nicht nur das sommerliche Wetter, die Leckereien vom Grill und die Präsentationen, sondern auch die Musikzüge der Feuerwehr. „Entdecke eine faszinierende Welt! Dieser Satz trifft es“, lobte der CDU-Landtagsabgeordnete Klaus Krumfuß die vierte Auflage dieser Feuerwehr-Veranstaltung in Gronau.

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