Abschlussfest der Georg-Sauerwein Realschule

„Ein komisches Gefühl bleibt“

„Zu unserer Schulzeit sah das aber noch anders aus“: Bei der Besichtigung der Räume treffen Generationen aufeinander.

GRONAU Freude und Wehmut lagen beim Abschlussfest der Georg-Sauerwein-Realschule eng beieinander. „Time to say goodbye“ – Die Gelegenheit, noch einmal in Erinnerungen zu schwelgen und das Gebäude zu durchstreifen nutzten nicht nur ehemalige Schüler, sondern auch ehemalige Kollegen und Schulleiter der Realschule sowie zukünftige Kollegen an der KGS in Gronau.

„Die Georg-Sauerwein-Realschule wird noch lange einen festen Platz in den Köpfen der Menschen haben“, begrüßte Renate Liebig einerseits die Gäste und verabschiedete sich andererseits als kommissarische Schulleiterin. „Ich belasse es bei einer kurzen Rede, um nicht emotional zu werden“, sprach Liebig von einem wichtigen Anlass.

„Ich habe immer noch einen Schlüssel und bin froh, heute dabei sein zu können“, ergriff auch die ehemalige Schulleiterin, Christiane Kunze, das Wort, die 30 Jahre dem Kollegium der Realschule angehört hatte. Mit dem Akkordeonorchester, das gleichzeitig sein 30-jähriges Bestehen feierte, untermalte sie das Abschlussfest musikalisch. Besonderer Dank gelte dem Kollegium, das bis zum Schluss durchgehalten habe. Hierzu zählen Ruth Schmidt, Susanne Hausmann, Renate Lang, Gerline Wiertzema und Renate Liebig.

Viele Gäste folgten dem 85-jährigen Streifzug durch die Geschichte der Schule. „Wir wurden 1959 und 1960 entlassen. Danach wurde vieles neu gestaltet, aber die Physikräume erkenne ich kaum wieder“, erzählte Jutta Peter, die gemeinsam mit Doris Stein in Erinnerungen schwelgte. „Ich bin doch ein bisschen traurig, aber wir haben eine schöne KGS“, sind die beiden Gronauerinnen gespannt, wie es mit dem Gebäude weitergeht. „Ich kann mich auch noch an das Lazarett erinnern, das hier während des Krieges eingerichtet wurde“, kamen nach und nach Erinnerungen zurück. Auch Philip Willsher beschlich ein komisches Gefühl, als er seinen alten Klassenraum aufsuchte. Zwar hat er die Schule erst vor einem Jahr als Absolvent verlassen, doch zu sehen, dass sein Tisch verschwunden ist, stimmte ihn nachdenklich.

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