Neujahrsempfang der Stadt Gronau: Rund 100 Menschen sind der Einladung gefolgt

Ehrenamtliche im Mittelpunkt

Die Evangelische Jugendband hat im Rahmen des Neujahrsempfangs ihren fünften Auftritt. Das Publikum im Lachszentrum kann sie binnen kürzester Zeit begeistern.

GRONAU „Sie stehen heute im Mittelpunkt“, betonte Bürgermeister Karl-Heinz Gieseler im Rahmen des Neujahrsempfangs der Stadt Gronau und spracht damit die Vielzahl an Ehrenamtlichen an, die sich im Lachszentrum eingefunden hatten. Zum sechsten Mal organisierte die Stadt diesen Empfang, bei dem es keineswegs um „eine politische Bestandsaufnahme, Abrechnung oder gar einen Ausblick“ gehen soll. Vielmehr sollen in diesem Rahmen die Ehrenamtlichen zusammenkommen, sich weiter vernetzen und sich austauschen, wie Karl-Heinz Gieseler erklärte.

Rund 100 Anmeldungen lagen der Stadt vor: „Der Raum ist wieder einmal gut gefüllt“, freute sich der Bürgermeister, der in seiner Ansprache „die Menschen aus Gronau, die sich für Gronau einsetzen“ hervorhob. Freiwilligkeit sei der Motor für deren Engagement. „Als ehemaliger Lehrer weiß ich: Unter Druck passiert nichts Gutes“, sagte Karl-Heinz Gieseler, der für seine Ansprache auch Bundespräsident Joachim Gauck zitierte: „Freiwilligkeit kann Berge versetzen. Sie kann Hürden überwinden, nicht nur im Sport. Sie kann neue Wege aufschließen, nicht nur in der Jugendarbeit. Denn wo Freiheit und guter Wille zusammenkommen, kann eine Bürgergesellschaft wachsen und gedeihen. Sie sind ein Nährboden für Hilfsbereitschaft, Toleranz und für all das, was wir als gelungenes Miteinander erleben.“ Für den Bürgermeister seien dies „gute Worte“, die Joachim Gauck im Jahr 2012 gefunden habe.

Besonders gelungen bei diesem Neujahrsempfang: Die 15-köpfige Band der Evangelischen Jugend trat auf die Bühne. Diakonin Anne Basedau, sichtlich stolz auf den Nachwuchs, wippte mit ihren Füßen im Takt der Musik. Doch nicht nur sie ließ sich mitreißen: Der stellvertretende Bürgermeister Günter Schulze bewegte ebenso die Füße im Takt wie der Bürgermeister Karl-Heinz Gieseler selbst.

„Ich war sehr aufgeregt“, gestand Kim Hering, die gemeinsam mit Jean-Michel Tapp die Jugendband leitet: „Es war diesmal ein ganz anderes Umfeld“, sagte die 16-Jährige aus Gronau. Im Frühjahr vergangenen Jahres wurde die junge Band eigentlich nur zufällig gegründet, wie sie an die Anfänge erinnerte. Für den Jugendgottesdienst fehlte Musik, so dass die Jugendlichen eben hierfür sorgen mussten. „Dies hat uns so viel Spaß bereitet, dass daraus ein Projekt entstanden ist“, informierte Kim Hering, die eines ganz deutlich herausstellte: „Wir wollen keine professionellen Musiker werden, sondern haben einfach Spaß an der Musik.“ Dies war den Jugendlichen im Alter von elf bis 23 Jahren deutlich anzumerken. Eigenes für diesen – übrigens ihren fünften – Auftritt studierten sie binnen kürzester Zeit sogar einige Popsongs ein.

In ihrer Stückauswahl befand sich auch der weltbekannte Titel „Oh happy day“, der laut Karl-Heinz Gieseler passte: „Es ist ein schöner Tag.“ Zudem gab er gerade der Jugend mit auf den Weg: „Insbesondere in den Industrie- und Handwerksbetrieben sowie in den Dienstleistungsbereichen ist die Akzeptanz des freiwilligen sozialen Einsatzes für und im Bürgerengagement besonders herauszustellen.“ So seien Schlüsselqualifikationen wie Teamfähigkeit, Kooperationsbereitschaft und Verantwortungsbewusstsein auch für Arbeitgeber ein wichtiges Kriterium. „Wenn sich jemand in seinem Heimatort engagiert, zeigt dieses auch ein großes Maß an Bodenständigkeit“, war der Bürgermeister überzeugt: „Ein Kriterium, das auch in einer immer stärker global ausgerichteten Welt für viele Betriebe von hoher Bedeutung ist.“ Karl-Heinz Gieseler schloss schließlich mit den Worten: „Sie haben sich durch Ihren Einsatz und die vielen ehrenamtlich geleisteten Stunden für unser Gemeinwesen verdient gemacht. Ohne das Ehrenamt würde dieses zusammenbrechen.“ Ein großer Applaus folgte.

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