Schüler der KGS drehen Kurzfilme zum Schwerpunkt Drogenprävention / Im Vorprogramm im Kino

„Drogensüchtige stürzt über Baumwurzel“

Laura Hartmann (links) und Thayra Küster schauen sich den fertiggestellten Kurzfilm „Suff in den Tod“, in dem Thayra Küster eine Drogensüchtige spielt, zusammen an. In den Lichtspielen ist er zudem auf der großen Leinwand zu sehen. Foto: Hüsing

GRONAU  Eine Alkohlsüchtige torkelt an der Leine entlang, stolpert über eine Baumwurzel und verunglückt tödlich: Dieses Szenario zeigt ein Kurzfilm, der derzeit im Vorprogramm der Gronauer Lichtspiele läuft. Im Rahmen der Wahlpflichtkurse haben sich 54 Schüler des ehemals achten Jahrgangs für das Thema Film entschieden.

In drei Profilen erhielten sie bei ihren Lehrern Julia Greger, Ethem Baris und Jasper Elter einen theoretischen Einblick in die Thematik und durften im zweiten Schulhalbjahr selbst ein Filmprojekt auf die Beine stellen. „Das Profil wurde schulzweigübergreifend, das heißt für Realschüler und Gymnasiasten, angeboten“, sagt Fachbereichsleiterin Julia Greger. Da im achten Jahrgang der Schwerpunkt Drogenprävention in verschiedenen Unterrichtseinheiten und Fächern thematisiert wird, bot sich dieser auch für die Filmideen an.

„Ich gucke unheimlich gerne Filme und möchte vielleicht auch Schauspielerin werden“, erzählt Thayra Küster, wieso sie sich für diesen Wahlpflichtkurs entschieden hatte. Das gesamte, inzwischen vergangene, Schuljahr hatten die Schüler Zeit, sich mit Filmtheorie, Kameraeinstellungen und Storyboards zu beschäftigen. Der 14-jährigen Thayra Küster und ihrer Gruppe war es wichtig, in ihrem Film darauf hinzuweisen, wie schlimm Drogen sind und welche Folgen der Missbrauch haben kann. Auch Laura Hartmann und ihre Gruppe haben sich eine Filmidee überlegt, in der der Konsum von Alkohol eine gravierende Rolle spielt. Die Schüler haben ein Drehbuch und einen Drehplan geschrieben, sich die passenden Requisiten und Spielorte ausgedacht sowie ein Storyboard gezeichnet. „Das war viel Arbeit und wirklich anstrengend“, sagt Thayra Küster. Dennoch habe das Projekt auch viel Spaß gemacht. Sowohl die Musikauswahl als auch das Schneiden der Filmszenen lag in den Händen der Jugendlichen. „Wir von der Schule haben die Kameras und die Software gestellt“, ergänzt Julia Greger. Gedreht wurde in verschiedenen Ecken des weitläufigen Schulgeländes. „Bei uns spielt der Film an der Bushaltestelle“, erzählt Laura Hartmann.

Die Filme, die in den einzelnen Gruppen entstanden sind, wurden untereinander vorgestellt und bewertet. Außerdem haben die Schüler den Prozess während der Projektarbeit reflektiert. „Die drei besten Filme von zwei Minuten laufen noch bis Ende des Monats im Gronauer Kino im Vorprogramm“, sagt Julia Greger. Auf der großen Leinwand hat Thayra Küster ihr Schauspieltalent noch nicht bewundert, ist aber gespannt auf die Reaktionen aus dem Publikum. kim

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