„LaLeLu“ tritt in der ausverkauften KGS-Aula auf und begeistert das Publikum

Dritter Besuch und „Gags sitzen immer noch“

„Rocken“ die Aula auch ohne Instrumente: „LaLeLu“ bringen mit Gesang, Komik und Satire eine professionelle Unterhaltung auf die Gronauer Bühne.

Mit einem gelungenen Gala-Abend startete der Kulturkreis Gronau ins Jahr 2013, in dem er im September auch seinen 20. Geburtstag feiert. Am Freitag „rockte“ das Hamburger Quartett „LaLeLu“ die Aula der Kooperativen Gesamtschule und begeisterte das Publikum mit ihrem 100-minütigen a-cappella-Programm „Pech im Unglück“.

Glück hatten diejenigen, die sich rechtzeitig eine Karte gekauft hatten, denn die Vorstellung war im Nu ausverkauft. Für die professionellen Künstler, die schon seit 1995 die Lachmuskeln ihres Publikums strapazieren, war es bereits der dritte Besuch in Gronau. Der erste Auftritt war in den Lichtspielen, die anderen beiden wegen der großen Nachfrage in der Aula der Kooperativen Gesamtschule. Seitdem sich die Gruppe an der Hamburger Musikschule gegründet hat, gab sie etwa 2 000 Konzerte und hat zehn abendfüllende Programme auf die Bühne gebracht. Durch den Spaß und die Spielfreude, die sie auf der Bühne ungehemmt ausleben, schwappt allerbeste Laune sofort auf das Publikum über. Schon bei dem ersten Song „Voulez-vous coucher avec moi“, der selbstverständlich nach „LaLeLu-Komik und Wortkunst“ mit eigenem Text bestückt war, klatschten die Zuschauer im Rhythmus mit. Den Sinn des Abends verpackten die Künstler Sanna Nyman, Tobias Hanf, Jan Melzer und Frank Valet als „a-cappella Lebensberatung“ für „gebrauchte Tage, an denen man nichts mehr retten kann“. Vermasseln kann einem den Tag beispielsweise ein „Callcenter-Sachse“, der einen Kabelanschluss verkaufen will, wenn die vertraute Straße vor der Tür sechsspurig ausgebaut wird oder Philipp Rösler Ministerpräsident des geliebten Bundeslandes wird.

Im Laufe des Abends nahmen die Hamburger Bühnenprofis sportliche Walker, Anti-Vegetarier, begnadete Tänzer oder harmoniebedürftige Querflötenspieler aufs Korn. In Sachen Liebesberatung ging es fetzig-musikalisch um „Speed-Dating“ für Eilige, „Blind-Dating“ für Sehbehinderte oder ganz neu und aus einer Nische hervorgekommen, um das „Wut-Dating“, bei dem man sich gleich von der richtigen Seite kennenlernen kann. All das verpackten die Künstler in überwiegend bekannte Melodien aus Rock, Pop, Musical und Klassik. Kaum zu glauben ist, dass nicht doch irgendwo ein ganzes Orchester versteckt war. Denn auch ohne Instrumente lieferte die Gruppe einen wirklich satten Sound.

Wer a-capella nur mit dem bekannten „kleinen grünen Kaktus“ in Verbindung brachte, hat an diesem Abend mächtig dazugelernt. In den Gesicherten der Besucher war durchweg eine fröhliche Entspannung abzulesen. Auch Petra Lemke und Dirk Möller aus Eitzum haben sich gut amüsiert und meinten: „Die sind ja unheimlich interessant – sehr gut.“ Als echter Fan reiste Andrea Dick mit zwei Freundinnen aus Hannover an. Zum vierten Mal ließ sie sich von der Gruppe begeistern – nach dem Motto „Berlin, Hemmingen, Hannover, Gronau, die Gags von LaLeLu sitzen immer noch“.

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