Vollausbau der Eimer Ortsdurchfahrt: Große Informationsveranstaltung am 23. Juni / Sorgen der Bürger werden gesammelt

„Die Kommunikation muss stimmen“

Die Sorgen der Anwohner werden ernst genommen: Mit einer so genannten Kontaktkarte können sich die Bürger an die Samtgemeindeverwaltung wenden. Alle Hinweise werden gesammelt, um schließlich Lösungen zu finden.

EIME  Für die beauftragte Baufirma ist der Vollausbau der B 240 im Ortskern von Eime Routine, für die Anwohner aber eine Belastungsprobe. Dessen ist sich die Samtgemeindeverwaltung bewusst: „Die Kommunikation muss stimmen“, betont Diplom-Ingenieur Maik Götze, der seit den Anfängen der Planung die Fäden der großen Gemeinschaftsaktion von Bund, Samtgemeinde Gronau, Flecken Eime und Überlandwerk in der Hand hält.

Damit die Kommunikation stimmt, geht die Samtgemeindeverwaltung ganz neue Wege: Es wird nicht nur eine Informationsveranstaltung in der kommenden Woche geben, auch sind so genannte Kontaktkarten erhältlich. Auf diesen kleinen Postkarten können Anlieger konkrete Probleme und Sorgen nennen, die im Rahmen des Bauvorhabens berücksichtigt werden sollen. „Wenn jemand eine Hochzeit feiert“, nennt Maik Götze einige Beispiele: „Oder wenn jemand ein Klavier geliefert bekommt.“ Alle Fragen der Anwohner des täglichen Bedarfs werden so gesammelt, um Lösungen mit der beauftragten Baufirma des millionenschweren Projekts zu finden. Einige Sorgen und Fragen haben den Diplom-Ingenieur längst erreicht: Eine Frau muss regelmäßig zur Dialyse. Daher müsse der Krankentransport möglich sein. Eine andere Anwohnerin hat kein Auto, ist somit auf den Bus angewiesen. Werden die Busse weiterhin fahren? Bleiben die Bushaltestellen der Hauptstraße erhalten? Wie Maik Götze informiert, hat das Bauunternehmen sich bereits die Örtlichkeit angeschaut. „Wir haben auf die Besonderheiten hingewiesen“, spricht er beispielsweise die Tankstelle am Ortseingang an. „Jetzt entwickelt das Unternehmen den Bauzeitenablaufplan“, informiert er über die weiteren Schritte. In diesem Zuge werde auch geprüft, ob in bestimmten Bereichen der Straßen- und Kanalbau gleichzeitig erfolgen kann, um Zeit einzusparen. Der besondere Blick gilt jetzt erst einmal dem ersten Bauabschnitt – Ortseingang bis zur Neue Straße – sowie dem zweiten Abschnitt, Neue Straße bis Wassertorstraße. Um kleine Nuancen haben sich laut des Diplom-Ingenieurs die Bauabschnitte verändert. Dies hängt mitder Planung der Umleistungsstrecken zusammen. Diese wurden bereits gemeinsam mit dem Regionalverkehr Hildesheim getestet, wie Maik Götze informiert. Im Rahmen der Probefahrt mit dem Linienbus wurde eines ganz deutlich: „Die Busdurchfahrt durch die Alte Straße funktioniert nicht“, informiert er über das Ergebnis. Auch an anderen Stellen gibt es Engpässe, daher wird es Sonderregelungen für Busse geben. „Es muss jedem klar sein: Ohne Lärm, Dreck oder Geruch kann nicht gebaut werden“, appelliert Maik Götze an die Einwohner: „Und niemand wird etwas aus Böswilligkeit machen.“ Ihm sei wichtig, in Kontakt zu bleiben: „Die Samtgemeinde Gronau ist das Gewissen der Baufirma“, hebt er hervor, dass die Sorgen und Probleme der Bürger und Geschäftsleute ernst genommen werden. „Ein bestimmtes Maß an Verständnis“ aber müssten die Einwohner in Eime aber mitbringen – für ein Jahr. Die ersten beiden Bauabschnitte sollen noch in diesem Jahr erfolgen, die beiden weiteren Abschnitte dann im kommenden Jahr. Baubeginn ist für Anfang Juli vorgesehen.

Wer weitere Informationen zum Vollausbau erhalten möchte, kann am kommenden Dienstag, 23. Juni, um 18 Uhr an der Informationsveranstaltung in der Mehrzweckhalle in Eime teilnehmen. In diesem Rahmen sind auch die Kontaktkarten erhältlich, die entweder gleich abgegeben oder später per Post an die Gemeinde abgeschickt werden können.

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