So einen bräuchten wir in der Corona-Pandemie: Nach Philipp Heinrich Ast ist in Gronau eine Straße benannt

Der „Wunderdoctor“ aus Gronau starb vor 100 Jahren

Besondere Ehre: In seiner Heimatstadt wurde eine kleine Straße nach Philipp Heinrich Ast benannt.
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Besondere Ehre: In seiner Heimatstadt wurde eine kleine Straße nach Philipp Heinrich Ast benannt.

Gronau – Das neue Jahr ist noch jung, aber eins kann man schon sagen: Es wird mit Sicherheit das Jahr der Jubiläen, denn sollte die Corona-Pandemie im Sommer tatsächlich ein weiten Teilen eingedämmt sein, werden viele Vereine zum Leben erwachen und nicht nur die diesjährigen runden Geburtstage feiern, sondern auch die von 2020 nachholen. Apropos Pandemie: Der Impfstoff wird jetzt nach und nach verteilt, aber ein Wunderheiler könnte nicht schaden. Und ein Gronauer fungierte einst als Wunderheiler, der – so schließt sich der Kreis – vor genau 100 Jahren starb. Dieser Jubilar wurde von der Stadt Gronau gar mit einer Straße, dem Schäfer-Ast-Weg, geehrt: es handelt sich um Philipp Heinrich Ast.

Als Schafscherer kam er weit herum, und es sprach sich herum, dass er besondere Fähigkeiten hatte: er konnte Vieh und Menschen heilen, und er soll zeitweise 1000 Patienten pro Tag behandelt haben. Die Art der Behandlung beschrieben die Winsener Nachrichten am 9. November 1884 so: „Sonderbar ist die Art, wie der Wunderdoctor die Krankheiten behandelt. Ein Büschel Haare aus dem Nacken des Kranken wird ihm mitgebracht, oder er schneidet es, wenn die Kranken persönlich kommen, selbst ab. Er hält die Haare gegen das Licht und betrachtet dieselben kurze Zeit durch ein Vergrößerungsglas, und dann giebt er die Krankheit der Person an.“

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