Schnuppertage scheitern vorerst „am Widerstand“ der Eimer Schulleitung / Info-Abend am 3. Dezember

Chance der Orientierung bieten

Verwaltungschef Rainer Mertens und Fachbereichsleiterin Stephanie Klages blicken auf die Zahlen: Die Arbeit der Verwaltung knüpft nahtlos an die Entscheidung des Samtgemeinderates, die Schule in Eime zu schließen, an. Foto: Klein

GRONAU Die Schließung der Eimer Grundschule ist beschlossene Sache. Demnach müssen die Kinder im kommenden Schuljahr ihre „Schulheimat“ verlassen und entweder nach Banteln oder Gronau wechseln. Nahtlos an die Entscheidung des Samtgemeinderates knüpft die Arbeit der Verwaltung an. „Wir sind umgehend aktiv geworden, um den Verbleib der Kinder aus Eime zu klären“, berichtet Verwaltungschef Rainer Mertens von Berechnungen der Schülerzahlen innerhalb der Verwaltung. Man wolle die Eltern mitnehmen, die Wünsche der Kinder berücksichtigen.

Deshalb sind bereits zwei Termine für Schnuppertage in den beiden anderen Grundschulen in Gronau und Banteln vorgesehen gewesen – als Chance zur Orientierung für die Erziehungsberechtigten. Laut Fachbereichsleiterin Stephanie Klages ist dies „ausdrücklicher Wunsch“ der Eltern gewesen. Doch dies scheitert vorerst „am Widerstand“ der Schulleitung in Eime, wie Rainer Mertens bedauert. Bereits am ersten Gespräch mit allen drei Grundschulen zur weiteren Planung konnte die Schulleitung aus Eime nicht teilnehmen. Die beiden Schnuppertage – zunächst in der kommenden Woche, ein zweiter Versuch dann kurz vor Weihnachten – wurden Angaben der Verwaltung zufolge von der Schulleitung in Eime abgelehnt – mit dem Hinweis, dass dies vor den Zeugnisferien aus pädagogischer Sicht undenkbar sei. „Es ist bedauerlich. Wir verlieren so wertvolle Zeit“, beurteilt Rainer Mertens die Lage.

Das Problem: Die Landesschulbehörde forderte ursprünglich bis 1. Dezember Zahlen – welche Schüler gehen wohin? „Angesichts der Situation in Eime haben wir um Aufschub gebeten“, informiert Stephanie Klages. Denn die Eimer Schüler erhalten frühestens Anfang Februar die Möglichkeit, in den Unterricht der beiden anderen Schulen zu schnuppern. „Erfreulicherweise ist die Kooperationsbereitschaft der Schulen in Gronau und Banteln sehr groß“, dankt Erster Samtgemeinderat Thomas Mensing den Leiterinnen für ihre Flexibilität, neuen Kindern Einblicke in den Schulalltag zu gewähren. Bis Mitte Februar müssen Eltern dann ihre Kinder verbindlich in einer der beiden Schulen anmelden.

Ziel der Samtgemeinde Gronau als Schulträger sei es, „ideale Klassengrößen“ zu schaffen. Um dies zu erreichen, hat die Verwaltung entsprechende Vorschläge erarbeitet. Laut Thomas Mensing sollen diese im Rahmen eines Informationsabends am Dienstag, 3. Dezember, vorgestellt werden. Beginn ist um 18 Uhr im Forum der Gronauer Grundschule. An diesem Abend werden beide Schulen vertreten sein, so dass interessierte Eltern Fragen stellen können. Ebenso ist eine Schulbesichtigung möglich. Auch die Bantelner Schule wird sich vorstellen – mit einem „Tag der offenen Tür“ am kommenden Sonnabend, 30. November, in der Zeit von 10 bis 12 Uhr. Über diese Termine werden die betroffenen Eltern noch schriftlich informiert, gestern ist die Post versandt worden.

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