„Wacker geschlagen“

EIME n Das große Interesse der Bevölkerung beeindruckte regelrecht: Über 100 Menschen hatten sich gestern Nachmittag unter den Linden in Eime eingefunden, um die nigelnagelneue Ortsdurchfahrt Eimes einzuweihen. „Ich freue mich über dieses Interesse“, sagte Bürgermeister Hartmut Fischer, der gemeinsam mit Verwaltungschef Rainer Mertens die über einjährige Bauzeit in aller Kürze Revue passieren ließ.

„Die Ortsdurchfahrt ist eine lange, manchmal auch ärgerliche Geschichte gewesen“, zog Hartmut Fischer Bilanz. „Doch wir haben uns wacker geschlagen“, betonte der Bürgermeister – mit Blick zur Bevölkerung, die die Bauzeit mit Geduld ertragen habe. Und das Ergebnis sei „vernünftig“ geworden, stellte er fest. Vier Auftraggeber hat es gegeben – und diese unter einen Hut zu bekommen, sei laut Rainer Mertens die große Heraus- forderung gewesen. Den „Löwenanteil“ der Kosten, rund 1,6 Millionen Euro, hat die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr getragen. Dahinter folgte die Samtgemeinde Gronau mit einer Million Euro – dank eines „politischen Konsens“, wie Rainer Mertens betonte. Das Überlandwerk Leinetal sowie der Flecken Eime waren mit jeweils etwa 200 000 Euro an Bord. Sein großer Dank ging an Bauamtsleiter Maik Götze, der die Koordination der millionenschweren Maßnahme übernommen hat. Und: „Wir konnten die Bauzeit sogar unterschreiten“, hob der Verwaltungschef hervor – und das trotz einiger Behinderungen. Beispielsweise musste eine Gasleitung neu verlegt werden. Es gab einen großen Applaus vom Publikum, das nach dem symbolischen Durchschneiden des Bandes zum Glühwein eingeladen wurde. Auch künftig, so die Hoffnung von Hartmut Fischer, soll die Bevölkerung unter den Linden zusammenkommen. Der Heimat- und Kulturverein will noch eine Bank installieren. Auch der Gedenkstein hat dort seinen Platz erhalten – noch dazu eine Aluguss-Tafel mit den Wappen aller Orte des Flecken Eime. „Hier soll nicht das Bild einer Autobahn entstehen“, appellierte der Bürgermeister zudem an die Bürger, zu verdeutlichen, dass hier jemand lebt. Daher sollen etwa Beete angelegt werden. Auch eine alte Pumpe soll ihren Platz erhalten.

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