Drei Theaterpädagogen sind zu Gast in der Grundschule – dem Förderverein als Sponsor des Aktionsvormittages sei Dank

Brüllende Löwen und scheue Kaninchen

Theaterpädagogin Franziska Meier steht den Schülern mit Rat und Tat zur Seite. Gemeinsam sollen sie eine Szene aus einer Fabel nachspielen. Fotos: Klein

GRONAU Die Viertklässler der Gronauer Grundschule tauchen tief in die Welt der Fabeln ein: Ein Junge mimt einen Löwen, groß und mächtig. Ein Mädchen spielt ein kleines hoppelndes Häschen. Andere Schüler machen sich groß, die Hände nach oben – sie bilden die Bäume im Wald. Drei Theaterpädagogen vom Theaterpädagogischen Zentrum in Hildesheim sind zu Gast in der Grundschule – dem Förderverein sei Dank, der diese Aktion gesponsert hat.

„Die Arbeit mit den Kindern ist natürlich einfach“, schildert Theaterpädagoge Tom Knittermeier: „Sie zeigen eine unglaubliche Spielfreude.“ Mit dem Nachwuchs arbeitet er vier Schulstunden lang: „Wir üben, wie sich Tiere bewegen“, erklärt er den Fabel-Workshop, in deren Rahmen später auch eigene Fabeln entwickelt und Bilder in Szenen umgewandelt werden. „Die Kinder sind für alles offen“, freut er sich, mit dem Nachwuchs zu arbeiten. Die Freude ist den Jungen und Mädchen deutlich anzumerken. Mit Fabeln kennen sie sich ohnehin aus. Wie Schulleiterin Birgit Müller informiert, wird im Unterichtsfach Deutsch bereits eine ganze Zeit lang mit Fabeln gearbeitet: „Dieser Tag heute ist nun die Krönung des Projekts“, freut sich die Schulleiterin über den Workshop. Zuvor haben sich die Kinder im Rahmen der Fabelwerkstatt mit dieser Erzählform auseinandergesetzt: Beispielsweise haben sie Szenen in einem Comic dargestellt. „Fabeln sind umheimlich gut strukturiert“, teilt Birgit Müller mit: „Sie eignen sich gut für die Arbeit in der Grundschule.“ Die Kinder hätten gerade bei dieser Erzählform eine besonders gute Möglichkeit, die Charakterrollen zu spielen. „Am Ende werden zudem Lösungen für Probleme gefunden“, beschreibt sie den lehrreichen Charakter für die noch jungen Schüler.

Während Tom Knittermeier derzeit Tier-Memory mit den Jungen und Mädchen spielt, das für große Begeisterung bei dem Nachwuchs sorgt, übt Franziska Meier Szenen aus verschiedenen Fabeln mit einer anderen vierten Klasse ein. „Es ist schon wichtig, dass wir leichte Texte auswählen“, sagt die Theaterpädagogin: „Die Geschichte muss schon verständlich sein.“

In einem anderen Raum üben die Viertklässler mit Magdalena Zamaro so genannte Standbilder ein. „Zunächst aber haben wir geklärt, wie die Standbilder eigentlich funktionieren“, erklärt die Theaterpädagogin, die mit „ihren“ Schützlingen zunächst übt, Eigenschaften und Gefühle mit dem eigenen Körper darzustellen. „Die Arbeit läuft super“, lobt Magdalena Zamaro die Schüler: „Viele Kinder verfügen sogar bereits über Theatererfahrung.“

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