Das Infomobil der Jägerschaft Hildesheim ist zu Gast bei den „Brüggener Wichteln“

Die Bewohner des Waldes

Sigrid von Henninges, Obfrau der Jägerschaft für Öffentlichkeitsarbeit und ehemalige Lehrerin, bringt den Jungen Mädchen der „Brüggener Wichtel“ den Wald und seine Bewohner näher. Foto: Ike

Brüggen „Für viele Kinder in Großstädten wird es immer schwieriger, Kontakt mit der Natur aufzunehmen. Egal, ob längere Schulwege, weniger frei zugängliche Grünflächen in Ballungsgebieten, das tiefe Eintauchen und der spielerische Umgang mit der Natur findet dadurch viel seltener statt“, teilen Sigrid von Henninges und Silke Göhl mit. „Das ist in unserer ländlichen Gegend doch noch ein wenig anders“, ist die Leiterin der „Brüggener Wichtel“, Silke Göhl, überzeugt.

„Bei uns lernen die Kinder die Natur spielerisch als Erlebnisraum kennen. Durch Beobachten, Anfassen, Horchen, Ertasten, Probieren und Gestalten stellen wir den direkten Kontakt zur Natur her. Im Rahmen von Rallyes bei unserer jährlichen Waldwoche können sich die Kinder dabei messen“, erklärt die Leiterin des Kindergartens. So lernten jetzt 18 Jungen und Mädchen der „Brüggener Wichtel“ das Infomobil der Jägerschaft Hildesheim kennen. Sigrid von Henninges, Obfrau der Jägerschaft für Öffentlichkeitsarbeit und ehemalige Lehrerin, hatte keinerlei Mühe, sich auf das junge Publikum einzustellen. Sie stellte dem Nachwuchs zahlreiche heimische Wildtiere, darunter etwa Wiesel, Waschbär, Wildkatze, Eichhörnchen, Hase, Kaninchen, Marder und Dachs, vor. Diese Tiere hatte sie auch als Präparate im Infomobil dabei, so dass die Kinder diese auch anfassen konnten.

Zur Ausstattung des Infomobils gehören neben den Präparaten der heimischen Wildtiere verschiedene Schaukästen mit Insekten in ihrem Lebensraum, Fühlkissen, Fellrätsel und vieles mehr. Viel Fachwissen hat Sigrid von Henninges in kleine Geschichten über die heimischen Waldbewohner verpackt. Sie begann mit einem Frage- und Antwortspiel, in dessen Rahmen sie der Reihe nach einige Tierpräparate hochhielt und nach Namen und Eigenarten des jeweiligen Waldbewohners fragte. Die Kinder haben am Infomobil erstaunlich viele Tiere erkannt.

„Die Hauptaufgabe des Jägers ist das nachhaltige und gewissenhafte Hegen und Pflegen. Es wird nicht wahllos und beliebig gejagt, sondern es werden Überschüsse unter der Auflage von behördlich angeordneten Abschussplänen sowie alte und kranke Tiere aus einem Bestand entnommen“, klärte sie auf: „Ein Beispiel sind die Wildschweine, die die klaren Nutznießer der heutigen Monokultur sind und deren Bestände trotz intensiver Bejagung in den vergangen Jahrzehnten regelrecht explodiert sind. Von dem Schaden, den sie anrichten ganz zu schweigen“, auch diese Informationen vermittelte Henninges in gut erzählten Geschichten.

Zum Schluss richtete Sigrid von Henninges noch die wichtige Bitte an die Kinder, keinen Müll im Wald herumliegen zu lassen. Die Tiere könnten sich daran verletzten und zugrunde gehen. Sie deutete auf das Präparat im Infomobil hin: Das Geweih eines Dammhirsches hatte sich in herumliegenden Drähten verfangen. Das Tier verendete. Restlos begeistert waren die Kinder, als sie zum Abschied von Sigrid von Henninges noch eine Abwurfstange vom Reh erhielten.

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