„Kunstwandeln“ durch Rheden und Wallenstedt hat sich als Projekt etabliert

Beneidenswerter Akzent

Die Künstler, Organisatoren und Juniorpartner freuen sich beim Auftakt auf zwei schöne Tage. Fotos: Mosig

RHEDEN / WALLENSTEDT Es sind Künstler aus ganz Deutschland, und ihre Bilder, Fotografien, Skulpturen und Installationen sind so vielfältig wie sie selbst. Da wird von Michael Zwingmann aus Hannover Fukushima thematisiert. Kwanho Yuh, ebenfalls aus Hannover, betreibt Aktionskunst zum Thema „Samenbank“, indem sie Besucher mit Samen in der Hand fotografiert. „Aber nur pflanzlichen Samen“, fügt sie scherzend hinzu.

Wieder waren Besucher auf Betreiben des Kulturkreises eingeladen, in den Orten Rheden und Wallenstedt „kunstzuwandeln“. Bereits zum dritten Mal präsentierten sich Künstler an diversen Orten des Dorfgeschehens. „Sogar Kunstinteressierte aus Hannover kommen“, freute sich die Kulturkreis-Vorsitzende Ute Kroschel, die bereits beim ersten „Kunstwandeln“ 2009 über 1 000 Besucher zählte. „Anfangs wurde die Veranstaltung belächelt, und jetzt sind alle stolz“, so Samtgemeindebürgermeister Rainer Mertens, der die Aktion einen „Akzent, um den uns alle beneiden“, nannte. Für Kroschel ist es eine besondere Form, Ortschaften zusammenzubringen und zu zeigen, dass trotz des vielbeschworenen demografischen Wandels auch was in den Dörfern geht. Sie dankte daher der Einwohnerschaft, die sich am „Kunstwandeln“ vielfältig beteiligt hat. So erhält jeder Künstler einen jugendlichen Juniorpartner aus Rheden zur Betreuung seiner Kunststelle. Auch heimische Kulturschaffende wie der Bildhauer Otto Almstadt oder das Team des Brunotteschen Hofs sind in die Veranstaltung integriert. Besonderer Dank galt aber Sabine Zimmermann, die sich um die Zusammenstellung des Programms gekümmert und sich immens mit den diversen Anbietern auseinandergesetzt hat.

Bei so viel eigenem Engagement blieb Gemeindebürgermeister Hartmut Leske in seinem Grußwort nur in witziger Weise festzustellen: „Die Gemeinde hat hier bis auf die Bereitstellung der ehemaligen Schule kaum etwas beigetragen – außer, dass wir für schönes Wetter gesorgt haben.“

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