Beirat nimmt Gronauer Innenstadt genau unter die Lupe

Viele Hindernisse für einen Sehbehinderten

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Ulrich Basler (v.l.) und Bauamtsleiter Maik Götze beobachten Rudolf Scheps auf seinem Weg durch die Stadt. Die Treppe mit ihren Sockeln kommt für den Sehbehinderten, der sich mit einem Langstock vortastet, völlig überraschend.

Gronau – Barrierefreier Ausbau der Innenstadt – zumindest für Menschen mit einer Gehbehinderung. Denn Rudolf Scheps hat eindrucksvoll demonstriert, dass er als Sehbehinderter keine Chance hat, in Gronau Am Markt über die Straße zu kommen. Diese Schwierigkeiten hatten die Planer nicht bedacht.

Rudolf Scheps ist auf Einladung von Bauamtsleiter Maik Götze zusammen mit Ulrich Basler nach Gronau gekommen. Beide gehören dem Behinderten-Beirat des Landkreises Hildesheim an.  „Für mich als Beinamputierten sind die Bereiche rund um den Marktplatz kein Problem“, bestätigt Ulrich Basler die Barrierefreiheit. Diese zielt jedoch in erster Linie auf Rollstuhlfahrer, Rollatorennutzer oder Gehbehinderte ab. Denn, was ihnen das Leben erleichtert, ist nicht für alle eine Verbesserung. „Durch die fehlenden Borde kann ich hier nicht alleine über die Straße gehen“, muss Rudolf Scheps feststellen. Drei Zentimeter würden ihm reichen, um ihm zu zeigen, dass ein Gehweg in eine Fahrbahn übergeht.

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