Kommission legt der Politik Matrix vor / Eindeutige Empfehlung, welche Schule geschlossen werden soll, gibt es aber nicht

Bantelner Schule liegt nach Punkten vorn

Immer weniger Grundschüler in der Samtgemeinde Gronau: Der Trend hat Folgen – eine weitere Grundschule in der Samtgemeinde muss geschlossen werden. Welchen Standort, Eime oder Banteln, es treffen wird, entscheidet die Politik.

EIME / BANTELN Welche Schule wird geschlossen – Banteln oder Eime? Mit großer Spannung wurde die Empfehlung der von der Politik einberufenen Kommission erwartet – nun ist diese mit der Beschlussvorlage per Post zu den Ratsmitgliedern unterwegs, im Internet aber schon einsehbar. Doch die große Überraschung: Eine eindeutige Empfehlung gibt es nicht, wohl aber eine erarbeitete Matrix, die per Punktevergabe beide Schulen bewertet.

Eine umfangreiche Beschlussvorlage ist auf dem Weg zu den Mandatsträgern: umfangreiches Zahlenmaterial, pädagogische Konzepte beider Schulen sowie die von der Kommission erarbeitete Matrix. Doch eine Empfehlung, welcher Schulstandort nun geschlossen werden soll, gibt weder die Kommission noch die Verwaltung. Die Politik ist nun also wieder gefragt, sie muss sich am 28. Oktober im Rahmen der Sitzung des Schulausschusses des Themas annehmen.

Die Prognose bleibt düster: Die Verringerung der Schülerzahlen erfolgt rasanter als bisher angenommen. Demnach zählt die Samtgemeinde Gronau zur Einschulung im Jahr 2019 nur noch 306 Schüler, wohlgemerkt rund 20 Jahre zurvor waren es noch 811 Kinder in den Gronauer Grundschulen. Laut Beschlussverlage der Verwaltung werden im Sommer 2019 lediglich noch 68 Kinder in der Samtgemeinde Gronau eingeschult. „Das hat zur Folge, dass theoretisch noch 2,5 Klassen in all unseren Grundschulen insgesamt gebildet werden können“, heißt es in der Vorlage der Verwaltung: „Zum Zeitpunkt der Beschlussfassung über die Schließung der Grundschule in Rheden wurden für das letzte errechenbare Schuljahr noch 91 Kinder ermittelt.“

Schon frühzeitig hat die Verwaltung auf diesen Trend hingewiesen. Der Handlungsbedarf ist nicht von der Hand zu weisen, eine Schule muss geschlossen werden. Wie in der Beschlussvorlage hervorgeht soll dies bereits im Sommer 2014 erfolgen. Doch welche Schule soll aufgegeben werden. Hier sollte die Kommission mit Vertretern aller politischen Fraktionen beziehungsweise Parteien, der Verwaltung, der Eltern und Schulleitungen beider Einrichtungen ins Spiel kommen. Moderiert wurde diese von der Niedersächsischen Landgesellschaft mbH, die bereits vergleichbare Willensbildungsprozesse begleitet hat. Innerhalb von drei Sitzungen sowie einem Ortstermin erarbeiteten die Kommissionsmitglieder eine Entscheidungsmatrix. Bewertet wurden Kosten, Gebäudequalität und Standorteignung – sowohl die Grundschule Eime als auch Banteln hat für die unterschiedlichsten Kriterien Punkte erhalten. Das Ergebnis: Laut dieser Matrix kommt die Bantelner Schule besser weg, wenn auch nur mit einem hauchdünnen Punktevorsprung. Die Grundschule Eime weist demnach zwar „erhebliche Vorteile in der wirtschaftlichen Betrachtung“ auf, bei der Gebäudequalität und der Standorteignung kann jedoch die Bantelner Schule punkten.

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