Treue Schwimmer verabschieden Hans Kleiner / Seit 38 Jahren ist er Schwimmmeister im Freibad

„Atmosphäre werde ich vermissen“

Treue Schwimmer verabschieden Schwimmmeister Hans Kleiner: Nach 38 Jahren tritt er den Ruhestand an, wird aber in der kommenden Saison noch auf 450-Euro-Basis zur Verfügung stehen. Foto: Klein

GRONAU Einen herzlichen Abschied bereiteten ihm seine treuen Schwimmer: Schwimmmeister Hans Kleiner wird nach 38 Jahren in den Ruhestand treten, wobei er sich eigenen Angaben zufolge noch nicht so ganz vom Gronauer Freibad trennen kann.

Demnach wird er auch für die kommende Badesaison zur Verfügung stehen, auf 450-Euro-Basis. „Es ist die ganze Atmosphäre, die ich vermissen werde“, beschreibt Hans Kleiner, wie sehr ihm das Gronauer Freibad am Herzen liegt: „Der ganze Job ist sehr vielseitig“, gibt er Einblicke in das Wirken des Schwimmmeister-Duos: „Wir leisten alles selbst.“ So mache etwa 50 Prozent der Arbeit auch die Technik im Gronauer Freibad aus. So mancher Badegast habe regelrecht verduzt geschaut, als er Hans Kleiner im Technikraum der Einrichtung verschwinden sah. Er lächelt: „Es ist eben nicht so, dass wir zu Beginn der Saison den Wasserhahn aufdrehen – und das war es dann.“

Regelmäßig in der Einrichtung begrüßt hat er auch die treuen Schwimmer, darunter eben auch die 15-köpfige Gruppe um Helga Heins, die dem Schwimmmeister nun ein Glas Sekt reicht und ein Präsent zum Abschied übergibt. „Das bekannte Gesicht in der Schwimmkabine gehört nun der Vergangenheit an“, bedauert Helga Heins, die zudem verdeutlicht, dass diese Gruppe ohne die Gronauer Einrichtung gar nicht zusammengefunden hätte. Mehr zufällig traf man sich anfangs immer zur gleichen Zeit im Freibad. Daraus entwickelte sich ein fester Kreis, der dann auch schon mal in der Einrichtung frühstückte. Zehn Jahre gibt es die Schwimmgruppe inzwischen. „Für Sie, lieber Hans Kleiner, beginnt nun ein neuer spannender Lebensabschnitt. Sie blicken sicher mit Wehmut auf die vielen Jahre als Schwimmmeister zurück. Vielen Kindern und Kindeskindern haben Sie das Schwimmen gelehrt“, sagt sie im Rahmen ihrer kurzen Ansprache. Hans Kleiner ist sichtlich gerührt.

Eigentlich will er das Berufsleben gar nicht verlassen. Doch für den 65-Jährigen steht fest: „Ich möchte keinem jüngeren Kollegen den Job wegnehmen.“ Zu seinem Beruf kam der Gronauer durch sein Wirken bei der DLRG. „Im ersten Leben war ich Maurer“, lächelt er: „Über die Tätigkeit als Rettungsschwimmer bin ich hier gelandet.“ Im Alter von 27 Jahren trat er die Stelle im Gronauer Freibad an, absolvierte später dann die Ausbildung an der Schwimmmeisterschule.

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