Anzahl der Aktiven nähert sich der Mindestgrenze

Ausgedünnte Mannschaft bei der Jahreshauptversammlung: Krankheitsbedingt haben sich viele Mitglieder bei Ortsbrandmeister Lars Marahrens abgemeldet. Foto: Schirdewahn

RHEDEN J Beschlussfähig, aber krankheitsbedingt mit ausgedünnter Mannschaft hielt die Ortsfeuerwehr Rheden ihre Jahreshauptversammlung im Gerätehaus ab. Gleich reihenweise hatten sich Kameraden bei Ortsbrandmeister Lars Marahrens abgemeldet, so dass der Tagesordnungspunkt „Ehrungen und Beförderungen“ ganz entfallen musste. Der Jahresbericht des Wehrführers verzeichnete drei Einsätze. Was zunächst als Dachstuhlbrand gemeldet wurde, entpuppte sich als ein Haufen Sperrmüll, der Feuer gefangen hatte. Der Zwischenfall endete glimpflich, ebenso wie der Brand einer Hecke an der ehemaligen Grundschule, wo ein Übergreifen der Flammen auf das Gebäude verhindert wurde. Zur Hilfeleistung rückte die Wehr aus, als am Talweg bei Sturm ein Baum umgefallen war. Erstmals seit 25 Jahren gab es keine Ölspur zu beseitigen. Nach einem Dienstunfall während eines Einsatzes war der verletzte Kamerad längere Zeit arbeitsunfähig.

Der Vorbereitung auf den Ernstfall dienten unter anderem drei Alarmübungen, in Gronau auf einem Betriebsgelände und in der alten Realschule sowie in Rheden auf dem Hof Kreth. Die Hälfte der Aktiven hat bereits an der Fortbildung im Digitalfunk teilgenommen. Hydranten wurden überprüft und der Löschteich am Talweg eingeweiht. In seiner persönlichen Statistik kam der Ortsbrandmeister auf 140 Dienststunden. Im Vorfeld der Kommunalreform gehörte dazu auch das gegenseitige Kennenlernen des Führungspersonals in den jetzigen Samtgemeinden Gronau und Duingen mit Besichtigung aller Feuerwehrhäuser. Letztmalig in seiner Eigenschaft als Bürgermeister der noch selbständigen Gemeinde Rheden anwesend, dankte Hartmut Leske den Kameraden für die Unterstützung bei der Grenzbegehung. In Rheden zählt die Freiwillige Feuerwehr 108 Mitglieder zwischen 17 und 91 Jahren. Von den 23 Aktiven sind mehr als die Hälfte Schichtarbeiter, dazu kommen acht Musiker, 13 Alterskameraden und 64 Förderer.

Der stellvertretende Gemeindebrandmeister Ulrich Gohl, der über die Rolle der Feuerwehr als „Mädchen für alles“ und über neue technische Entwicklungen mit Digitalfunk und Atemschutzverbund berichtete, sah diese Zahlen skeptisch. Mit sechs Atemschutzträgern seien die Rhedener zufriedenstellend ausgestattet, die Gesamtzahl der Aktiven nähere sich aber der Mindestgrenze. „Erschreckend“ nannte er den Ausfall des Musikzugs an diesem Abend – lediglich Ehrendirigent Manfred Lilienthal mit seinem Flügelhorn war anwesend, um der Totenehrung einen würdigen Rahmen zu geben. Für das laufende Jahr sind die Renovierung der Fahrzeughalle und Pflasterarbeiten auf dem Vorplatz geplant. bs

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