Diakonin nimmt volle Stelle im Kirchenkreis Peine an / Pastor Richter: „Jugendarbeit soll weitergehen“

Anne Basedau verlässt Gronau

Diakonin Anne Basedau verabschiedet sich aus Gronau und nimmt eine Stelle als Kirchenkreisjugendwartin in Peine an. Superintendent Christian Castel (l.) und Pastor Wolfgang Richter bedauern dies und sind auf der Suche nach einem Nachfolger. Foto: Hüsing

GRONAU Sie hat viel auf die Beine gestellt, die Kinder- und Jugendarbeit nach vorne gebracht und das Netzwerk Kinder und Jugend mit aufgebaut: Doch nach fast vierjähriger Arbeitszeit in der Leinestadt verlässt Diakonin Anne Basedau Gronau. „Ich trete eine unbefristete Vollzeitstelle an“, sagt die 30-Jährige.

Ab 1. Juni wird sie als Kirchenkreisjugendwartin in Peine anfangen. „Der Kollege dort geht in Ruhestand“, sieht Anne Basedau in der Stelle eine gute Chance für die Fortsetzung ihrer Arbeit. Zu ihren Aufgaben gehören unter anderem die Koordinierung der Jugendarbeit im Kirchenkreis, die Ausbildung der haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter, die Begleitung und Organisation von Freizeiten sowie die Leitung des Jugendkonventes. „Ich bin nicht mehr so nah an einer Kerngemeinde wie hier in Gronau, arbeite aber dennoch weiterhin mit Jugendlichen“, freut sich Anne Basedau auf die Herausforderung.

Eigentlich verfügt die St. Matthäi-Gemeinde nur über eine halbe Stelle. Durch ein Projekt der Landeskirche wurde allerdings eine volle, auf fünf Jahre befristete Projektstelle ausgeschrieben, die Schule und Kirchengemeinde miteinander vereint, blickt Superintendent Christian Castel auf die Entstehung zurück. Deshalb ist Anne Basedau seit knapp vier Jahren sowohl als Schulseelsorgerin als auch für Projektarbeit an der KGS und der Grundschule am Wildfang tätig und leitet die Kinder- und Jugendarbeit der St. Matthäi-Gemeinde. „Ich gehe nicht gerne, aber eine solche Gelegenheit wie in Peine bietet sich nicht oft“, sagt Basedau. Sie habe sich von Anfang an „unheimlich wohl in der hiesigen Gemeinde gefühlt“. Andererseits sei in Gronau so viel ehrenamtliches Engagement vorhanden, dass sie sicher sei, dass auch eine Zeit der Vakanz gut gemeistert werde. „Wenn sie nicht zulange dauert“, ergängt Pastor Wolfgang Richter.

Nachfolger gesucht

Aus diesem Grund haben er und Superintendent Christian Castel bereits zahlreiche Gespräche geführt. „Wir erhoffen uns eine Verlängerung des Projektes um weitere fünf Jahre. Und obwohl die entsprechenden Beschlüsse noch ausstehen, haben wir begründete Hoffnung, bald wieder jemanden einstellen zu können“, sagt Castel. Nach diesen fünf Jahren beginnt ein neuer Zeitraum für den Stellenplan, in dem er hofft, auch noch eine feste Stelle einräumen zu können. „Wir haben in einer Notsitzung auch noch versucht, eine Lösung für Anne Basedau zu finden, als klar war, dass sie in Peine eine Zusage erhalten hat. Aber in der Kürze der Zeit, war leider nichts zu machen“, meint Castel. Er hofft, die Rahmenbedingungen für einen Nachfolger bis April geklärt zu haben, so dass die Stelle dann ausgeschrieben werden kann. „Es wäre schön, wenn wir spätestens zu Beginn des Schuljahres im September jemanden gefunden hätten“, ist er sich mit Wolfgang Richter einig.

Anne Basedau hingegen ist zuversichtlich, dass die Jugendarbeit auch in ihrer Abwesenheit weitergehen wird. So wurden Nora Bausmerth, Silvan Krystofiak, Kira Bartens und Laura Jessen als Vorstand des Jugendmitarbeiterkreises gewählt, um die Arbeit in diesem Bereich fortzusetzen. Auch das Kindergottesdienst-Team macht weiter.

Die offizielle Verabschiedung von Anne Basedau ist am Sonntag, 26. April, um 17 Uhr in der St. Matthäi-Kirche.

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