Versicherungsschaden wird behoben: Bauarbeiten in der Eimer Mehrzweckhalle dauern bis 4. Februar

„Akustikwerte haben sich verschlechtert“

Die Baustelle in der Eimer Mehrzweckhalle wird eingerichtet: Bürgermeister Hartmut Fischer (Mitte) im Gespräch mit den Bauleitern Thomas Hermann (links) und Werner Gisa. Vorübergehend kann die Halle somit nur eingeschränkt genutzt werden. Foto: Klein

Eime ...und wieder beginnen die Bauarbeiten in der Eimer Mehrzweckhalle – ein letztes Mal, so sicher die Hoffnung aller Nutzer. Immerhin ist das Gebäude erst vor rund einem dreiviertel Jahr modernisiert worden. Etwa sechs Monate nahm der große Umbau im Rahmen des Städtebauförderprogramms „Kleinere Städte und Gemeinden“ in Anspruch.

Die „Feuertaufe“ war der Tanz in den Mai im vergangenen Jahr – organisiert vom Auto-Speedway-Team, das mit rund 300 Menschen die modernisierte Halle einweihte. Doch bereits nach kurzer Zeit wurde ein großes Manko deutlich: „Die Akustikwerte hatten sich verschlechtert“, berichtet Eimes Bürgermeister Hartmut Fischer.

Die Mehrzweckhalle wird besonders von den Chören des Flecken genutzt: „Die musischen Vereine fühlten sich gestört“, informiert Hartmut Fischer über einen Halleffekt, der zu Beeinträchtigungen geführt habe. Bei großen Veranstaltungen etwa sind Redner nur schwer zu verstehen gewesen. Bei Ratssitzungen im abgetrennten Hallenbereich waren die Sänger der Chöre bei ihrer Probe zu hören, obwohl diese bereits beendet war. Ein Zustand, den der Flecken Eime als Bauherr nicht hinnehmen wollte. Er hat sich ein Gutachten eines Professors für Akustik eingeholt. Seine Empfehlungen werden jetzt umgesetzt: Laut Bauleiter Thomas Hermann vom beauftragten Unternehmen Germerott wird nun eine nach Maß angefertigte Metallkonstruktion an die Decke der Halle angebracht. Daran werden entsprechende Akustikplatten geschraubt, um die Situation zu verbessern. „Das ist Routine für uns“, sagt Thomas Hermann, der von Bauleiter Werner Gisa vom Unternehmen Braukmann Elektrotechnik unterstützt wird.

Weitere Kosten aber entstehen dem Flecken nicht: „Es ist ein Versicherungsschaden, der hier behoben wird“, teilt Hartmut Fischer mit. Denn die in die Jahre gekommenen Akustikplatten der Halle sind im Zuge des Umbaus übergestrichen worden – in der Annahme, dass dies keine Auswirkungen habe.

Angesichts der derzeitigen Arbeiten kann die Mehrzweckhalle übergangsweise nur eingeschränkt genutzt werden. „Die Vereine sind informiert. Sie weichen auf andere Gebäude aus“, sagt Eimes Bürgermeister. Derzeitigen Planungen zufolge soll die Mehrzweckhalle ab 4. Februar dann wieder zur Verfügung stehen. „Die Mehrzweckhalle ist ein zentraler Punkt für uns ist“, hebt er die Bedeutung des Gebäudes hervor: „Auch für die Samtgemeinde hat die Halle nun einen höheren Stellenwert.“ Bleibt jetzt nur zu hoffen, dass nach den Arbeiten das große Projekt endgültig abgeschlossen ist – ganz nach dem Motto: „Ende gut, alles gut“.

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