„Wodurch zeichnet sich die SPD im Despetal aus?“ / Rehse: „Durch Kontinuität“

Absolute Mehrheit bei neun Wahlen

Der SPD-Ortsverein Despetal lädt zum Frühschoppen ein – mit Musik und einem Rückblick auf die 40-jährige Geschichte des Ortsvereins. Fotos: Schirdewahn

NIENSTEDT  Der SPD-Ortsverein Despetal hatte zum Frühschoppen eingeladen, das Wetter zeigte sich von der besten Seite, und nicht nur Parteimitglieder und -anhänger fanden sich an der Ziegenberghütte in Nienstedt ein. Wenn Vorsitzender Albert Rehse in seiner Begrüßung von einem „Abschiedsfest“ sprach, war das nur formell gemeint. Zwei Tage zuvor hatten die Sozialdemokraten einen neuen, vergrößerten Ortsverein Gronau gebildet, in dem auch die bisherigen Parteigliederungen der Umlandgemeinden aufgehen (die LDZ berichtete). Durch diesen Zusammenschluss wolle man auch zukünftig als schlagkräftige Truppe auftreten, so Rehse mit Blick auf die anstehende Gemeindefusion.

In einem Rückblick auf die mehr als 40-jährige Geschichte seines Ortsvereins stellte er heraus, dass die SPD in neun Kommunalwahlen durchweg die absolute Mehrheit gewonnen hat und nannte als Mitstreiter in dieser langen Zeit namentlich die anwesenden Wolfgang Möller, Horst Kampczyk und Dieter Jung. „Wodurch zeichnet sich die SPD im Despetal aus?“ fragte der Vorsitzende und gab selbst die Antwort: „Durch Kontinuität“. Mit Heinrich Knüllig, Wolfgang Möller und jetzt Andreas Zastrow teilen sich nur drei Bürgermeister in diese Epoche. Auch an der Parteispitze, wo auf Adolf Oelker erst Gerhard Kaftan und schließlich Albert Rehse folgten, kam man mit wenig Wechsel aus. Ihm habe die Arbeit Spaß gemacht, so Rehse, und nun bringe man sich erhobenen Hauptes und mit einer ordentlichen geführten Kasse in Gronau ein.

Die hiesigen Genossen werden weiterhin die traditionellen Veranstaltungen und Feiern ausrichten und als Ansprechpartner vor Ort zur Verfügung stehen. Bleibt der Blick in die eigene Geschichte: Sozialdemokraten sind im Despetal seit dem 19. Jahrhundert belegt, doch die früheren Formen ihrer Organisation müssen noch erforscht werden.

Bürgermeister Andreas Zastrow ging auf die Probleme der Internetversorgung ein. Das umständliche Verfahren der Bundesnetzagentur und die undurchsichtige Geschäftspolitik der Telekom seien nicht hilfreich, aber mit der Firma htp habe man offenbar einen verlässlichen Partner. Die Familie Kloidt aus Sibbesse, an deren Verkaufswagen die Bürger im Despetal sich jahrzehntelang mit Waren des täglichen Bedarfs eindecken konnten, hat ihren Betrieb endgültig aufgegeben. Stattdessen konnte eine Firma aus Petze dafür gewonnen werden, regelmäßig die Dörfer anzufahren, berichtete Zastrow. Außerdem arbeite man an der Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs, etwa wenn in den Ferien keine Busse fahren.

Als frisch gewählter Vorsitzender des fusionierten Ortsvereins Gronau stellte sich Hans-Gerd Besser vor. Der 61-Jährige gehört der SPD seit 43 Jahren an und engagiert sich seit 34 Jahren in der Kommunalpolitik. Die musikalische Umrahmung lieferte der Musikzug Despetal unter Leitung von Dirk Klein, und „Grillmeister“ Wolfgang Lentge sorgte für das leibliche Wohl der Besucher. Besonders freuten sich die Sozialdemokraten über drei neue Mitglieder, die im Laufe der Veranstaltung ihren Beitritt erklärten. bs

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