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Zahlen, die Spaß machen

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Einstimmig votieren die Mitglieder des Elzer Finanzausschusses dafür, dass der Rat den „erfreulichen“ Jahresabschluss 2013 der Stadt Elze beschließen und gleichzeitig dem Bürgermeister für 2013 die uneingeschränkte Entlastung erteilen möge. Foto: Appel
Einstimmig votieren die Mitglieder des Elzer Finanzausschusses dafür, dass der Rat den „erfreulichen“ Jahresabschluss 2013 der Stadt Elze beschließen und gleichzeitig dem Bürgermeister für 2013 die uneingeschränkte Entlastung erteilen möge. Foto: Appel

ELZE „Es macht als Ausschuss-Vorsitzender einfach mehr Spaß, über gute Zahlen zu sprechen als über schlechte“, sagt Michael Röver, Ratsherr der Unabhängigen Wählergruppe (UWE) und eben Vorsitzender des Finanzausschusses. Zumindest was die Mehrzahl der Tagesordnungspunkte der Sitzung am Dienstagsabend anbelangt, dürfte er demnach reichlich Spaß gehabt haben.

Denn die Zahlen, die Bürgermeister Rolf Pfeiffer und Fachbereichsleiter Wolfgang Schurmann den Ausschussmitgliedern präsentierten, wurden durchweg als „gut“ bis „erfreulich“ interpretiert. So etwa beim Jahresabschluss 2013 der Stadt Elze. Von einem „erfreulichen Ergebnis“ sprach Bürgermeister Rolf Pfeiffer angesichts eines positiven Ergebnisses in Höhe von rund einer Millionen Euro. Bei der Haushaltsplanung war von einem Plus in Höhe von rund 512 000 Euro ausgegangen worden. Die halbe Millionen Euro über dem Plan sind nicht zuletzt sprudelnder Steuern in der Saalestadt zu verdanken. Aber, so wurde fraktionsübergreifend betont, eben auch der hervorragenden Arbeit der Verwaltung. Belegt werde diese, wie nicht zuletzt Pfeiffer als auch SPD-Ratsherr Wolfgang Thiesemann betonten, durch das Prüfungsergebnis – „ohne Anmerkungen“ – des Rechnungsprüfungsamts des Landkreises. Dieses attestiert, dass der Haushaltsplan eingehalten wurde, die Buchungen in vorschriftsmäßig begründet und belegt sind und alles nach Gesetz und unter Beachtung der gebotenen Wirtschaftlichkeit ablief. CDU-Ratsherr Rinne frohlockte angesichts der positiven Lage scherzhaft: „Wir sind nicht mehr soweit davon entfernt, den Einwohnern eine Dividende auszahlen zu können.“ Allerdings hob er auch mahnend den Zeigefinger, dass das positive Zahlenwerk Begehrlichkeiten wecken könnte. Einstimmig empfahl der Ausschuss, dass der Rat den Jahresabschluss 2013 so beschließen und gleichzeitig dem Bürgermeister für den Jahresabschluss 2013 die uneingeschränkte Entlastung erteilen möge. Der erzielte Überschuss von gut einer Millionen Euro wird als Rücklage zur Deckung eventueller Fehlbeträge in den Folgejahren verwendet.

Dass diese Fehlbeträge vorerst nicht allzu groß sein dürften, zeigte zudem der vorläufige Jahresabschluss für das Haushaltsjahr 2014, der allerdings noch nicht vom Rechnungsprüfungsamt unter die Lupe genommen wurde. Hier schließt die Ergebnisrechnung mit einem Überschuss in Höhe von mehr als 710 000 Euro ab. Damit haben sich in der Finanzrechnung die liquiden Mittel der Stadt um 486 000 Euro auf nunmehr 1,87 Millionen Euro zum 31.12.2013 erhöht.

Gewerbesteuer fließen

Darauf könne man durchaus stolz sein, lobte Rinne. „Manche Gemeinden ringsum beneidet uns da sicher ein bisschen.“ Aber dennoch sei es geboten, „auch auf dem Tppich zu bleiben“. Auch Röver sprach von einer „komfortablen Situation“, in der sich Elze befinde. „Damit lässt sich auch etwas umsetzen.“ Grund genug, weiterhin mit „Spaß über die Zahlen zu sprechen“, dürften die Ausschussmitglieder auch die kommenden Monate haben. Ein Blick auf die aktuelle Kassen- und Haushaltslage von Schurmann verdeutlichte, dass die Erträge – vor allem dank der Einnahmen aus den Steuern – weiterhin gut ins Stadtsäckel fließen. „Wir haben wieder ein gutes und hohes Gewerbesteueraufkommen in Elze“, sagte Pfeiffer. Kleiner Wermutstropfen: Langfristig sinkende Einwohnerzahlen würden dazu führen, dass Elzes Einnahmen aus den Einkommens- und Umsatzsteuern ebenfalls sinken. Allerdings zeigte sich das Stadtoberhaupt auch zuversichtlich: „Die Einwohnerzahl scheint sich so langsam zu stabilisieren.“ Elzes Immobilienmarkt floriere, die Saalestadt profitiere von der Lage am Speckrand Hannovers.

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